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Philippine Coast Guard zählt 24 chinesische Schiffe in wichtigen Gebieten der West Philippine Sea

LUZON – Die Philippine Coast Guard hat in ihrem jüngsten Wochenbericht insgesamt 24 chinesische Schiffe in vier wichtigen Gebieten der West Philippine Sea erfasst. – klajoo.com – Für den Zeitraum vom 7. bis 13. Juli wurden 21 Schiffe der China Coast Guard und drei Kriegsschiffe der chinesischen Marine gemeldet.

Die stärkste chinesische Präsenz wurde am Bajo de Masinloc, international als Scarborough Shoal bekannt, beobachtet. Dort registrierte die Philippine Coast Guard 13 chinesische Küstenwachschiffe.

Am Ayungin Shoal, dem Second Thomas Shoal, wurden vier Schiffe der China Coast Guard gezählt. Dort unterhalten die Philippinen mit der auf Grund gesetzten BRP Sierra Madre einen militärischen Außenposten.

Im Bereich des Escoda Shoal, international Sabina Shoal, wurden zwei chinesische Küstenwachschiffe und ein Kriegsschiff der People’s Liberation Army Navy beobachtet.

In der Umgebung von Pag-asa Island registrierte die philippinische Küstenwache zwei Küstenwachschiffe und zwei chinesische Marineschiffe. Pag-asa ist die größte von den Philippinen kontrollierte Insel in der Kalayaan Island Group und besitzt eine zivile Gemeinde sowie einen Flugplatz.

Die China Coast Guard ist formal keine Marine. Sie übernimmt Aufgaben, die mit Küstenwache, Grenzschutz und maritimer Rechtsdurchsetzung vergleichbar sind. Ihre großen und teilweise schwer bewaffneten Schiffe werden im Südchinesischen Meer jedoch auch eingesetzt, um chinesische Ansprüche sichtbar und dauerhaft durchzusetzen.

Diese Vorgehensweise wird häufig als Grauzonenstrategie bezeichnet. Dabei bleibt der Druck unterhalb einer offenen militärischen Auseinandersetzung, kann andere Staaten aber dennoch bei Fischerei, Versorgung, Forschung oder Patrouillen behindern.

Die chinesische Marine besitzt eine andere Rolle. Ihre Anwesenheit zeigt eine unmittelbar militärische Komponente, auch wenn die beobachteten Kriegsschiffe nicht zwingend aktiv in Begegnungen mit philippinischen Einheiten eingreifen.

Die Zahl von 24 Schiffen bedeutet nicht, dass alle gleichzeitig an einem Ort versammelt waren oder philippinische Schiffe unmittelbar konfrontierten. Es handelt sich um eine zusammengefasste Lageaufnahme über mehrere Gebiete und mehrere Tage.

Solche Wochenberichte zeigen vor allem, wie dauerhaft China Schiffe in den umstrittenen Gewässern stationiert oder rotieren lässt. Einzelne Zahlen können abhängig von Wetter, Einsatzplänen und dem Zeitpunkt der Beobachtung schwanken.

Die höchste Konzentration bei Scarborough Shoal ist besonders relevant. Das Gebiet liegt rund 120 Seemeilen westlich von Luzon und ist ein traditionelles Fanggebiet philippinischer Fischer. China kontrolliert seit dem Konflikt von 2012 den Zugang zur inneren Lagune weitgehend.

Das Schiedsgericht von 2016 stellte fest, dass Scarborough Shoal ein traditionelles Fanggebiet für Fischer verschiedener Staaten ist. Es entschied jedoch nicht, welchem Staat das Riff gehört.

Die aktuelle Zählung beschreibt keinen einzelnen neuen Zwischenfall. Sie zeigt vielmehr die fortgesetzte chinesische Präsenz an mehreren strategisch wichtigen Punkten gleichzeitig. – Quelle: Philippine Coast Guard / GMA News / RM

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