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Luzon

Marcos drängt auf Fertigstellung des seit Jahrzehnten geplanten Balog-Balog-Projekts

LUZON – Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat die National Irrigation Administration angewiesen, die zweite Phase des Balog-Balog Multipurpose Project in der Provinz Tarlac schneller fertigzustellen. – klajoo.com – Das inzwischen mit 20,544 Milliarden Peso veranschlagte Vorhaben soll nach vollständiger Umsetzung 34.410 Hektar landwirtschaftliche Fläche ganzjährig bewässern und 21.776 Bauern und ihren Familien zugutekommen.

Zusätzlich ist eine Wasserkraftleistung von bis zu 43,5 Megawatt vorgesehen. Das Projekt soll außerdem zum Hochwasserschutz beitragen und weitere Entwicklungsmöglichkeiten in der Region schaffen.

Balog-Balog ist jedoch kein neues Projekt der Marcos-Regierung. Seine Geschichte reicht fast fünf Jahrzehnte zurück. Bereits 1977 entwickelte die National Irrigation Administration erste Pläne für ein großes Bewässerungssystem im oberen Einzugsgebiet des Bulsa River. Ziel war es, die vergleichsweise geringe Bewässerungsabdeckung in Tarlac zu verbessern und mehr landwirtschaftliche Flächen auch außerhalb der Regenzeit nutzen zu können.

Die erste Projektphase konzentrierte sich später vor allem auf die Sanierung und Verbesserung vorhandener Bewässerungssysteme. Damit konnten etwa 12.475 Hektar versorgt werden. Für eine wesentlich größere Ausweitung war jedoch ein Speicherdamm erforderlich. Phase II sieht deshalb den Balog-Balog-Damm, den Stausee sowie neue Kanäle, Straßen und weitere Bewässerungsanlagen vor.

Am 26. Mai 2016 eröffnete der damalige Präsident Benigno Aquino III offiziell die zweite Phase. Damals wurden die Kosten noch mit rund 13,3 Milliarden Peso angegeben.

Seitdem kam es zu Verzögerungen, geänderten Bauplänen, Kostensteigerungen und verlängerten Fertigstellungsfristen. Das Projekt war zeitweise für frühere Abschlussjahre vorgesehen, blieb aber unvollendet. Die National Irrigation Administration nennt inzwischen 2029 als Ziel für die vollständige Umsetzung. Die erneute Anweisung des Präsidenten zeigt, dass zentrale Arbeiten weiterhin nicht abgeschlossen sind.

Für Tarlac und die Reisversorgung von Central Luzon ist das Projekt von großer Bedeutung. Bewässerung ermöglicht Bauern, ihre Anbauflächen verlässlicher zu nutzen und unter günstigen Bedingungen mehr als eine Ernte pro Jahr einzubringen.

Ohne ausreichende Wasserversorgung hängen Erträge stärker vom Monsun und von einzelnen Regenperioden ab. Trockenzeiten können zu geringerer Produktion, verspäteter Aussaat oder vollständigen Ernteausfällen führen.

Eine größere lokale Reisproduktion kann die Versorgung stabilisieren und den Importbedarf verringern. Ein Staudamm allein garantiert jedoch noch keine höheren Erträge. Auch funktionierende Kanäle, Wartung, Saatgut, Dünger, Marktzugang und bezahlbare Produktionskosten sind erforderlich.

Die geplante Wasserkraftanlage könnte zusätzlich erneuerbaren Strom liefern. 43,5 Megawatt entsprechen jedoch einer geplanten Höchstleistung. Wie viel Strom tatsächlich erzeugt wird, hängt unter anderem von Wasserstand, Durchfluss und Betriebsweise ab.

Große Staudammprojekte bringen außerdem ökologische und soziale Fragen mit sich. Flächen können überflutet werden, Lebensräume verändern sich, und Gemeinden im Projektgebiet können von Umsiedlungen oder veränderten Wasserläufen betroffen sein.

Die lange Vorgeschichte macht Balog-Balog zu einem Beispiel für die Probleme großer philippinischer Infrastrukturprojekte: hoher erwarteter Nutzen, wechselnde Kosten, politische Übergaben zwischen mehreren Regierungen und wiederholte Verzögerungen.

Die aktuelle Anweisung ist deshalb keine neue Projektgenehmigung. Sie ist der erneute Versuch, ein bereits 1977 angedachtes und 2016 offiziell gestartetes Großprojekt endlich vollständig nutzbar zu machen. – Quelle: Presidential Communications Office / National Irrigation Administration / Philippine Information Agency / RM

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