MANILA – Das philippinische Department of Energy nimmt die Sonderauktion für Waste-to-Energy-Projekte wieder auf. – klajoo.com – Waste-to-Energy, kurz WTE, bezeichnet Anlagen, die Abfälle energetisch verwerten und daraus Strom erzeugen.
Nach Angaben des Department of Energy wurde die Aussetzung der Sonderrunde unter dem Green Energy Auction Program aufgehoben. Grundlage sind eine neue Department Circular und die zweiten ergänzenden Terms of Reference, beide vom 10. Juli 2026.
Die Auktion war zuvor durch ein Advisory vom 17. Juni 2026 ausgesetzt worden. Mit dem neuen Advisory No. 3 werden die Aktivitäten und Verfahren nun wieder aufgenommen.
Zugleich hat das Energieministerium zentrale Bedingungen angepasst. Das Installationsziel wurde von ursprünglich 230 Megawatt auf 400 Megawatt erhöht. Außerdem wurde der Zeitraum für den Beginn der Stromlieferung bis zum 31. Dezember 2029 verlängert. Die Frist für die mechanische Fertigstellung wurde bis zum 31. Dezember 2028 verschoben.
Auch die Registrierung für qualifizierte Anbieter wurde verlängert. Interessierte Teilnehmer können sich nach DOE-Angaben bis zum 31. Juli 2026 registrieren. Die geänderten Bedingungen sollen mehr Entwicklern Zeit geben, Unterlagen vorzubereiten und Projektanforderungen zu erfüllen.
Das DOE öffnet die Auktion zudem breiter. Neben qualifizierten WTE-Entwicklern sollen auch bestimmte Biomasse-Projektentwickler teilnehmen können, wenn ihre Projekte in Waste-to-Energy-Anlagen mit thermischer Verbrennungstechnologie für kommunale Abfälle umgewandelt wurden und die entsprechenden Genehmigungen vorliegen.
Das Ministerium begründet die Änderungen mit dem Ziel, mehr Investitionen in WTE-Anlagen zu ermöglichen, die Energieversorgung zu stärken und nachhaltige Abfallwirtschaft zu fördern. Die Anpassungen seien nach Konsultationen mit Stakeholdern erfolgt, bei denen Fragen zu Projektberechtigung, Registrierung, Rohstoffversorgung, technischen Anforderungen und Zeitplänen geprüft wurden.
Für die Philippinen ist das Thema doppelt relevant. Einerseits benötigt das Land zusätzliche Energiequellen. Andererseits stehen viele Städte und Gemeinden vor erheblichen Abfallproblemen. WTE-Projekte werden deshalb politisch oft als Verbindung von Energiepolitik und Abfallmanagement dargestellt.
Gleichzeitig bleibt Waste-to-Energy umweltpolitisch nicht unumstritten. Entscheidend wird sein, ob Projekte tatsächlich sauber, kontrolliert und mit wirksamen Emissionsstandards umgesetzt werden. Auch Abfalltrennung, Recycling, kommunale Kapazitäten und Standortfragen bleiben wichtige Punkte.
Die wiederaufgenommene Auktion ist daher kein fertiges Infrastrukturprogramm, sondern ein weiterer Schritt zur Vorbereitung und Vergabe möglicher WTE-Projekte. – Quelle: Department of Energy / RM







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