Mindanao – Die Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM) wurde aufgrund der kombinierten Auswirkungen der globalen Ölkrise und der extremen Hitze, die durch die El Niño – Southern Oscillation (ENSO) verursacht wird, in den Katastrophenzustand versetzt. – klajoo.com – Der Ministerpräsident von Bangsamoro, Abdulraof Macacua, rief den Katastrophenzustand aus, um den sich verschärfenden sozioökonomischen Störungen entgegenzuwirken, die durch die hohen Preise für Erdölprodukte und die extremen Wetterbedingungen im Zusammenhang mit El Niño verursacht werden.
“Über dem tropischen Pazifik herrschen ENSO-neutrale Bedingungen, die seit dem 22. April 2026 eine El Niño-Warnung ausgelöst haben. Klimamodelle prognostizieren, dass dieses Phänomen bis Anfang 2027 anhalten wird”, heißt es in der Proklamation.
Die Philippinen befinden sich derzeit unter ENSO-neutralen Bedingungen – das heißt, weder El Niño noch La Niña beeinflussen derzeit das Klima.
Die Philippine Atmospheric, Geological & Astronomical Services Administration (PAGASA) erklärte jedoch, die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein El Niño bereits im Juni entwickeln könnte, steige.
Das Ministry of Agriculture, Fisheries, and Agrarian Reform (MAFAR) teilte mit, dass ENSO bereits rund 800 Reis- und Maisbauern in Maguindanao del Sur und Maguindanao del Norte beeinträchtigt hat.
Laut den vorliegenden Daten wurden bis zum 24. April 2026 rund 851 Hektar Ackerland in 36 Gemeinden und 167 Ortsbezirkrn beschädigt, darunter 537 Hektar Reisfelder und 314 Hektar Maisfelder.
Die Behörden fügten hinzu, dass die Dürreperiode auch zu Verlusten von rund 1.500 Tonnen Reis und Mais geführt habe.
Die Proklamation hob auch die wachsende Belastung durch die globale Ölkrise hervor.
Die Bangsamoro Oil Crisis Impact Task Force (BOCITF) wurde Anfang März gegründet, nachdem die Treibstoffpreise gestiegen waren und dadurch Transport, Lebensmittelversorgungsketten und wichtige Dienstleistungen in der gesamten Region beeinträchtigt wurden.
Laut der Proklamation haben die kombinierten Auswirkungen von ENSO und steigenden Treibstoffpreisen die Ernährungssicherheit, den Transport, die Lebensgrundlagen und das allgemeine Wohlergehen der Bevölkerung von Bangsamoro beeinträchtigt.
Die Erklärung trat am 14. Mai 2026 in Kraft und bleibt bis zu ihrer Aufhebung gültig.
Damit forderte Macacua von den lokalen Regierungsstellen und dem Privatsektor dringende Maßnahmen, einschließlich der Erleichterung internationaler humanitärer Hilfe, um die Krisen zu mildern.
“Die Regierung von Bangsamoro und die lokalen Verwaltungseinheiten können unverzüglich auf Katastrophen- und Notfallgelder für Rettungs-, Hilfs-, Wiederaufbau- und Rehabilitationsmaßnahmen zugreifen, einschließlich der Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen für die betroffenen Gemeinden”, sagte er.
“Alle betroffenen Ministerien, Ämter und Behörden der Bangsamoro-Regierung werden hiermit angewiesen, ununterbrochen dringende und wichtige Katastrophenschutzmaßnahmen durchzuführen, um Leben zu retten, negative Auswirkungen zu minimieren, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und den Grundbedarf der Bevölkerung von Bangsamoro zu decken”, fügte er hinzu. – KR







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