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Estorya lang ni Heiko

Heiko Eckard – Sonntag, 5. August 2021 – Wenig erfreulich… – …sind die heutigen Nachrichten. Die Titelseiten befassen sich z.B. in der “Times” unter einem groszen Bild des Boxers Carlo Paalam, der in Tokio eine Silbermedaille bekam, dann doch mit der fetten Schlagzeile “Govt rolls out ‘action plan’ vs Delta strain”, eine Thema, zu dem auch das “Bulletin” eine Meldung bringt: “NTF, IATF activate crisis action plan vs COVID-19 variants”.

Dem Artikel der “Times” entnehme ich:

“ Die Regierung hat ihren “Krisenaktionsplan” gegen die wiederauftretende Coronavirus-Krankheit 2019 (Covid-19) aktiviert, durch die die Zahl der Fälle am Samstag auf 11.000 angestiegen ist.

“ Der Impfbeauftragte Carlito Galvez Jr. sagte, dass die Nationale Task Force gegen Covid-19 (NTF) und die Inter-Agency Task Force für das Management neu auftretender und ansteckender Krankheiten (IATF-EID) “eine effektivere Eindämmung und Abschwächung” des Virus sicherstellen wollten, da die National Capital Region (NCR) oder Metro Manila und andere Gebiete im Land unter Verschluss gehalten wurden.

“ […]”

Interessant waere, wie man das erreichen will. Dazu lese ich unter dem Zwischentitel “Die Mission des Krisenaktionsplans” dies:

“ Galvez sagte, die “Mission” des Krisenaktionsplans sei die Durchführung von Notfallmaßnahmen zur Vorbereitung und Reaktion auf einen exponentiellen Anstieg der Covid-19-Fälle aufgrund des Auftretens neuer Varianten auf nationaler Ebene”.“ Der Krisenaktionsplan ist auf den Nationalen Aktionsplan Phase 4 abgestimmt und konzentriert sich auf die verstärkte Umsetzung der Strategie Vorbeugen, Erkennen, Isolieren, Behandeln, Wiedereingliedern und Impfen (PDITR+V) sowie auf die Vier-Türen-Strategie mit strengeren Grenzkontrollen, verstärkter Überwachung, schneller Reaktion und konzentrierter und erweiterter Massenimpfung, so Galvez.

“ Galvez sagte, der Plan umfasse auch eine Umstrukturierung der NTF, um eine größere Synergie zwischen Politik und Betrieb zu erreichen.

“ […]”

Mit Verlaub – “with all due respect” – Sir, das sind Allgemeinplaetze, und zu dem Stichwort “mission” faellt mir das gleichklingende Wort “Vision” ein, zum dem der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt meinte: “Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.

”Ich will damit nicht sagen, dass ich es besser weisz. Absperrungen und Regeln sind da, das Problem scheint mir jedoch, dass die Menschen in ihrer Not sich nicht daran halten, und nicht, wie irgendeine Task Force strukturiert ist.

Wie man das aber in den Griff kriegt – “’bot na lang ~ keine Ahnung”!

Eine Frage der Balance… – …zwischen Ost und West stellt sich, haelt man zwei Artikel der gestrigen “Post” aus Hongkong nebeneinander. In einer Kolumne schreibt Lucio Blanco Pitlo III zu “Caught in US-China rivalry, Duterte keeps deft balance with eye on 2022 Philippine election”. Die “geschickte Balance Dutertes”, erkennt Pitlo hier:

“ Mit der Einweihung des ersten fertiggestellten, von China finanzierten Infrastrukturprojekts am Tag und einem Treffen mit hochrangigen US-Vertretern in der Nacht setzte der philippinische Präsident Rodrigo Duterte neun Monate vor den Wahlen 2022 seinen diplomatischen Balanceakt fort.

“ Am 29. Juli wurden die beiden wichtigen Termine in den engen Zeitplan des Staatschefs gepackt. Dies ist ein Beispiel für den Jonglierakt, den das südostasiatische Land angesichts der zunehmenden Rivalität zwischen seinen beiden wichtigsten Partnern vollführt.”

Praesident Rodrigo Roa Duterte schafft es an einem Tag, den USA nicht den Ruecken zu kehren, und mit China befreundet zu bleiben. Die Amerikaner bedanken sich mit Impfstoffen fuer die Fortdauer des VFA (Visiting Forces Agreement), und die Chinesen halten an der Finanzierung der “Build, build, build”-Projekte fest, auf denen Dutertes Freundschaft mit China gruendet.

Dieses Geschick der Balance geht den Deutschen offenbar ab, betrachtet man den anderen Artikel in derselben “Post” mit der Ueberschrift “Why China is not saying yes – or no – to the German navy’s port call request”. Sie haben die Fregatte “Bayern” am Montag auf die Reise nach Suedostasien geschickt. Sie soll durch die South China Sea schippern und so die FONOPs (Freedom of Navigation-Operations) der USA staerken. Damit das China nicht provoziert, haelt man zu umstrittenen Gebieten einen Abstand von 12-Seemeilen, laed China zur Kieler Woche ein und plant einen Hafenbesuch in Shanghai.

Dieses durchsichtige Manoever stoeszt den Chinesen sauer auf, und “…das chinesische Außenministerium erklärt, ein Hafenbesuch in Shanghai sei vom Tisch, bis Berlin seine Absichten in Bezug auf die Kriegsschiffs-Operation klargestellt hat.”

Nun ist Deutschland in der Klemme, ob es lieber die USA oder China verprellen will.

Eine Loesung waere, die Deutschen schicken ein Schiff in die South China Sea – Staerkung der FONOPs – und ein zweites zum Hafenbesuch nach Shanghai – Freundschaft mit China.

Das hat einen Haken: Die Deutschen haben nur ein einsatzfaehiges Schiff, wie ich am 27. April in diesem Blog einem Kommentar von Arnaud Boehmann in der “Post” mit dem Titel “Why is Germany sending a frigate through the South China Sea?” folgend geschrieben hatte.

Boehmann – ein Sinologe aus Hamburg, der fuer die S. Rajaratnam School for International Studies in Singapur arbeitet – schrieb, dass die Fregatte Bayern, nicht das modernste Schiff, aber das einzige sei, das fuer eine solche Reise einsatzfaehig ist.

Die Fregatte Bayern sollte nicht die Chinesen beeindrucken, sondern nur ein versoehnliches Zeichen an die westlichen Partner Deutschlands sein, dass man ihnen zur Seite steht. Nun bringt sie die deutsch-chinesischen Beziehungen aus dem Gleichgewicht.

So ist das, wenn man sich die Auszenpolitik von vermeintlichen Freunden diktieren laesst und auf “Unentschieden” spielen will – prompt gibt es ein “Eigentor”.

Einen schoenen Sonntag noch!

Gemaesz “Manila Times”, “Manila Bulletin”, “South China Morning Post” u.a uebersetzt mit DeepL.

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