BOHOL – Der Supreme Court der Philippinen hat am 28. Oktober 2026 die Disqualifikation zweier Kandidatinnen für den Gemeinderat von Candijay in der Provinz Bohol bestätigt. – klajoo.com – Das Gericht wies die Rechtsmittel von Charina C. Bagor und Erlinda Curativo gegen Entscheidungen der Wahlkommission COMELEC zurück. Damit wurden auch ihre Bekanntgaben als gewählte Kandidatinnen für unwirksam erklärt.

Die GIS-Karte zeigt die Provinz Bohol und die Gemeinde Candijay im Osten der Insel. Der rote Punkt kennzeichnet das Gemeindegebiet als Ortsreferenz, nicht einen konkreten Ort der behaupteten Übergaben.
Im Verfahren gegen Bagor ging es um Lebensmittelpakete, die vor der Kommunalwahl 2025 an Einwohner verteilt worden sein sollen, verbunden mit einem Wahlaufruf. Curativo soll nach den gerichtlichen Feststellungen 60.000 Peso einem Barangay-Ratsmitglied übergeben haben, um jeweils 100 Peso an Wahlberechtigte verteilen zu lassen. Das Gericht wertete die festgestellten Umstände als ausreichenden Nachweis für unzulässige Wahlbeeinflussung.
Die Fälle veranschaulichen eine Besonderheit des philippinischen Wahlrechts: Auch die spätere Verkündung eines Wahlsieges schützt einen Kandidaten nicht, wenn die zugrunde liegende Kandidatur wegen Stimmenkaufs wirksam disqualifiziert wurde. Die Entscheidung beruht auf dem Wahlgesetz, nicht auf einer neuen gesetzlichen Regelung.
Über die einzelnen Gerichtsverfahren hinaus wirft das Urteil die Frage auf, wie lokale Wahlbehörden Sachleistungen und Geldzahlungen wirksam erkennen und verfolgen können. – RM
Quellen:
- Supreme Court of the Philippines, „PRESS BRIEFER – October 29, 2026“, 29.10.2026
- Daily Tribune, „SC upholds disqualification of 2 Bohol councilors over vote-buying“, 29.10.2026
- Bohol Island News, „SC upholds disqualification of 2 Candijay candidates over vote-buying“, 29.10.2026







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