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Manila

Philippinen übernehmen Führung des ASEAN-Zementverbands – Klimaschutz wird Branchenthema

MANILA – Die Philippinen haben für die Jahre 2026 bis 2028 die Präsidentschaft der ASEAN Federation of Cement Manufacturers (AFCM) übernommen. – klajoo.com – John Reinier Dizon, Präsident der Cement Manufacturers Association of the Philippines (CeMAP) und von Republic Cement, wurde bei einer Verbandstagung vom 14. bis 16. Oktober in Bali zum neuen Präsidenten gewählt. Weitere philippinische Vertreter übernehmen Funktionen im Leitungsteam.

Die AFCM vereint die Zementindustrieverbände von acht südostasiatischen Ländern: Brunei, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, den Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Damit erhält die philippinische Branche mehr Einfluss auf fachliche Diskussionen über Produktionskosten, überschüssige Kapazitäten und die Verringerung von Emissionen. Die Wahl ist aber keine staatliche ASEAN-Entscheidung und schafft keine unmittelbaren neuen gesetzlichen Verpflichtungen.

Zement gehört zu den emissionsintensiven Baustoffen. Ein erheblicher Anteil der CO2-Emissionen entsteht nicht nur durch den Brennstoffbedarf, sondern auch chemisch bei der Herstellung von Klinker aus Kalkstein. Ein Wechsel zu erneuerbarem Strom allein löst das Problem deshalb nicht. Als technische Ansätze diskutiert die Branche unter anderem geringere Klinkeranteile, andere Brennstoffe, effizientere Anlagen und langfristig die Abscheidung von CO2.

CeMAP hatte bereits vor dem Führungswechsel eine nationale Roadmap zur Dekarbonisierung von Zement und Beton vorgestellt. Diese nennt unter anderem alternative Brennstoffe, erneuerbare Energie, neue Bindemittelbestandteile und Maßnahmen zur Energieeffizienz. Entscheidend wird sein, ob daraus messbare Investitionen und nachprüfbare Emissionsreduzierungen entstehen.

Für die Philippinen ist der Zusammenhang zwischen Infrastrukturpolitik und Zementproduktion besonders wichtig. Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Brücken und der Wohnungsbau benötigen große Mengen Baustoff. Eine ökologisch bessere Herstellung darf daher nicht nur über Absichtserklärungen, sondern muss künftig auch über Produktionsmengen, Klinkeranteil, Energieträger und tatsächliche Emissionswerte beurteilt werden.

Der neue Vorsitz bietet der philippinischen Industrie die Möglichkeit, regionale Standards und Erfahrungsaustausch stärker mitzugestalten. Konkrete zusätzliche Anlagen, Fördermittel oder Emissionsziele wurden mit der Personalentscheidung allein jedoch noch nicht verbindlich beschlossen. – RM

Quellen:

  • Daily Tribune – Philippines takes helm of ASEAN cement federation, 21.10.2026
  • CeMAP – Cement producers launch roadmap to cut carbon footprint, 2026
  • CeMAP – Board of Trustees, Stand 2025–2026

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