SAN JOSE – Auf Dinagat Islands werden zwei unterschiedliche Wasserprobleme mit technischen Projekten angegangen. – klajoo.com – Während eine solarbetriebene Pumpe seit September 2026 die Versorgung von Haushalten während der Trockenheit unterstützt, soll eine neue pflanzenbasierte Filteranlage das Abwasser eines kommunalen Schlachthauses in San Jose reinigen. Beide Vorhaben wurden am 20. Oktober von der Philippine Information Agency aufgegriffen; sie befinden sich jedoch in unterschiedlichen Umsetzungsphasen.

Die Karte zeigt Dinagat Islands nordöstlich von Mindanao. In der Gemeinde San Jose unterstützen eine Solarpumpe die Wasserversorgung und ein geplantes pflanzenbasiertes Filtersystem den Gewässerschutz. Der rote Punkt kennzeichnet das Gemeindegebiet, nicht die genauen Anlagenstandorte.
Die Solarpumpe ist nach Angaben des Provincial Agricultural and Biosystems Office seit dem 11. September in Betrieb. Unter geeigneten Bedingungen kann sie bis zu 24.000 Liter Wasser am Tag fördern. Provinzstellen berichten von rund 60 versorgten Haushalten in San Jose; zwischen dem 19. und 24. September wurden insgesamt 132.000 Liter bereitgestellt, unter anderem für Barangay Cuarinta. Die Technik hilft damit bei der Wasserverteilung, ersetzt aber weder Niederschläge noch erschöpfte Wasserquellen.
Die Provinz hatte angesichts der Wasserknappheit bereits den Katastrophenzustand ausgerufen. Mehrere Barangays waren Anfang September von strenger Wasserrationierung betroffen. Strom aus Photovoltaik kann den Betrieb einer Pumpe insbesondere dort erleichtern, wo eine zuverlässige Netzversorgung fehlt. Die tatsächliche Fördermenge hängt jedoch weiterhin von der Wasserquelle, der Sonneneinstrahlung und der Verteilinfrastruktur ab.
Ein zweites Projekt betrifft nicht die Bereitstellung von Trink- oder Brauchwasser, sondern dessen Schutz vor Verschmutzung. In Barangay Mahayahay in San Jose ist ein sogenanntes Vertical Helophyte Filtration System (VHFS) für das Abwasser des kommunalen Schlachthauses vorgesehen. Der symbolische Baubeginn fand am 9. Oktober in Anwesenheit von Wissenschaftsminister Renato Solidum Jr. statt. Die Anlage ist damit noch kein bereits nachweislich funktionierendes Reinigungssystem.
Vorgesehen sind Filtermaterialien sowie an nasse Standorte angepasste Pflanzen. Zusammen mit Mikroorganismen im Wurzelbereich sollen sie organische Belastungen reduzieren, bevor Abwasser in die Umwelt gelangt. Die Projektkosten werden mit 2.297.450 Peso (rund 32.000 Euro) beziffert, darunter 1.550.000 Peso (rund 22.000 Euro) aus Mitteln von DOST Caraga. Angaben über tatsächliche Reinigungsergebnisse liegen aus dem bisherigen Projektstand nicht vor.
Die beiden Maßnahmen lösen unterschiedliche Aufgaben: Die Solarpumpe macht vorhandenes Wasser besser zugänglich; die geplante Pflanzenfilteranlage soll eine zusätzliche Belastung der Gewässer vermeiden. Wie dauerhaft erfolgreich beide Ansätze sind, hängt von Wartung, Wasservorkommen und messbarer Leistung ab. Gerade auf einer Inselprovinz mit Wasserknappheit lohnt es sich, Versorgungssicherheit und Gewässerschutz zusammen zu betrachten. – RM
Quellen:
- Philippine Information Agency – Solar irrigation system sustains water rationing in Dinagat Islands, 20.10.2026
- Provincial Government of Dinagat Islands – GOVERNOR DEMEREY: EARLY INTERVENTIONS BEING PREPARED TO ADDRESS WATER CRISIS IN DINAGAT ISLANDS, 26.08.2026
- Philippine Information Agency – DOST chief backs innovative filtration system to reduce water pollution in Dinagat Islands, 20.10.2026







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