MANILA / RIAD – Nach den Raketen- und Drohnenangriffen in Saudi-Arabien bereitet die philippinische Regierung Hilfe und eine spätere Rückkehr von sieben verletzten Staatsangehörigen vor. – klajoo.com – Das Department of Migrant Workers (DMW) bestätigte am 16. Oktober, dass vier Betroffene das Krankenhaus inzwischen verlassen konnten. Drei weitere befanden sich noch auf Intensivstationen. Einer von ihnen war nach zwei erfolgreich verlaufenen Operationen weiterhin in kritischem Zustand.
Die Arbeitskräfte wurden nach Behördenangaben bei Angriffen verletzt, die der Huthi-Bewegung aus dem Jemen zugeschrieben werden. Die Auseinandersetzungen trafen auch den internationalen Flughafen von Riad und brachten einen erheblichen Teil des Flugverkehrs durcheinander. Die genaue individuelle Verletzungssituation der sieben Arbeitskräfte und ihre Aufenthaltsorte werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht veröffentlicht.
DMW-Minister Hans Leo Cacdac erklärte im staatlichen Rundfunk Radyo Pilipinas, dass die Behörde sowohl medizinische Unterstützung als auch finanzielle Hilfe leiste. Eine Rückreise soll erst stattfinden, wenn die behandelnden Ärzte sie für möglich halten. Daraus folgt: Eine angekündigte Rückholung bedeutet nicht, dass alle sieben bereits flugtauglich oder aus dem Krankenhaus entlassen sind.
Die Krise betrifft außerdem zahlreiche Reisende und philippinische Arbeitskräfte, die nicht verletzt wurden. Das DMW und die Overseas Workers Welfare Administration (OWWA) organisieren Ersatzverbindungen, vorübergehende Unterkünfte und gegebenenfalls kostenlose Heimflüge. Besonders Reisende mit Ziel Riad mussten nach Jeddah ausweichen. Bereits am 12. Oktober meldete das DMW die Unterstützung von 87 Betroffenen, deren Flug nach Jeddah umgeleitet wurde.
Für Auslandsbeschäftigte hat die Lage mehrere praktische Folgen. Wer eine Reise antreten muss, sollte Flugstatus und verfügbare Verbindungen vor dem Weg zum Flughafen direkt bei der Airline prüfen. Wer vor Ort Hilfe benötigt, kann sich an das zuständige Migrant Workers Office beziehungsweise die philippinische Auslandsvertretung wenden. Auch Arbeitgeber und Vermittlungsagenturen müssen gegebenenfalls Anreise und Unterkunft neu koordinieren.
Bislang hat das DMW wegen der Angriffe keinen allgemeinen Entsendestopp für Saudi-Arabien angeordnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass einzelne Flüge regulär stattfinden oder eine Reise risikolos ist. Entscheidend sind aktuelle Sicherheitshinweise, die tatsächliche Verfügbarkeit der Strecke und die Situation am Zielort. Bei den verletzten Arbeitskräften hat zunächst die medizinische Versorgung Vorrang. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency – DMW to repatriate 7 Filipino workers injured in Houthi attacks in Saudi, 16.10.2026
- Department of Migrant Workers – DMW assists OFWs affected by flight disruptions in Saudi Arabia, 12.10.2026
- The Philippine Star – DMW: No deployment ban for Saudi-bound OFWs, 13.10.2026







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