PALAWAN – Auf Palawan müssen Käufer lebender Schweine seit Anfang Oktober einen Mindestabnahmepreis von 170,26 philippinischen Peso je Kilogramm Lebendgewicht beachten. – klajoo.com – Die Provinzregierung hat die Untergrenze mit der Executive Order Nr. 37 aus dem Jahr 2026 eingeführt. Eine regionale Veröffentlichung berichtete bereits am 2. Oktober über das Inkrafttreten. Es handelt sich damit nicht um eine erst am 15. Oktober beschlossene Maßnahme.
Der sogenannte Minimum Farmgate Floor Price (MFFP) betrifft den Preis, den Händler und andere Abnehmer beim Kauf lebender Schweine von Erzeugern zahlen. Er ist kein staatlich festgesetzter Endverkaufspreis für Schweinefleisch auf Märkten oder in Geschäften. Aus 170,26 Peso je Kilogramm Lebendgewicht lässt sich deshalb auch kein entsprechender Kilopreis für Fleisch ableiten: Schlachtung, verwertbare Fleischmenge, Verarbeitung, Transport und Handel kommen erst danach hinzu.
Nach der veröffentlichten Zusammenfassung der Verfügung dürfen Käufer lebende Schweine nicht unterhalb der festgelegten Preisuntergrenze erwerben. Außerdem sind unter anderem Geschäfts- beziehungsweise Akkreditierungsnachweise und Preisangaben vorzuhalten, Geschäftsvorgänge zu dokumentieren, Kaufbelege auszustellen und Kontrollen zu ermöglichen. Bei Verstößen sieht die Provinz Verwaltungsmaßnahmen nach den einschlägigen Bestimmungen einer örtlichen Verordnung vor. Welche Sanktion im Einzelfall greift, hängt vom Verfahren und dem festgestellten Verstoß ab.
Die Intervention erfolgt in einer Phase, in der sich Schweinehalter auf den Philippinen über niedrige Abnahmepreise beklagen. Das nationale Landwirtschaftsministerium Department of Agriculture (DA) hatte bereits im September einen von Branchenvertretern vorgeschlagenen Zielpreis von 210 Peso je Kilogramm Lebendgewicht unterstützt. Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. erklärte dabei jedoch, dass sein Ministerium nach damaligem Rechtsstand keine allgemeine Befugnis habe, eine solche landesweite verbindliche Preisuntergrenze anzuordnen.
Gerade darin liegt der Unterschied: Palawan beruft sich auf eine provinzielle Verfügung und örtliche Regelungen; die Zahl von 210 Peso war auf nationaler Ebene zunächst nur ein Branchenvorschlag. Beide Werte dürfen nicht als identische staatliche Preisvorgabe dargestellt werden. Auch ein höherer Erzeugerpreis muss nicht zwangsläufig in gleichem Umfang beim Verbraucher ankommen.
Ob die Untergrenze den Schweinehaltern tatsächlich hilft, hängt wesentlich davon ab, ob die Abnehmer sie einhalten und ob die Behörden die Geschäftsvorgänge kontrollieren. Für Landwirte ist vor allem wichtig, den Verkaufspreis und die Menge des tatsächlich gelieferten Lebendgewichts nachvollziehbar zu dokumentieren. – RM
Quellen:
- Repetek News – ?170.26, presyo kada kilo ng buhay na Baboy sa Palawan, 02.10.2026
- Department of Agriculture – DA backs industry P210 hog floor price proposal, 20.09.2026







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