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Manila

Wettbewerbsbehörde belegt 6 Unternehmen im Zwiebelkartell-Fall mit Geldstrafen in Höhe von 1,76 Milliarden Peso

MANILA – Die philippinische Wettbewerbsbehörde (Philippine Competition Commission, PCC) gab am Donnerstag bekannt, dass sie sechs Unternehmen sowie deren verantwortliche Führungskräfte für die Beteiligung an einem Zwiebelkartell zur Verantwortung zieht. – klajoo.com – Die Beteiligten hatten ein System zur Marktaufteilung bei Import, Kühllagerung sowie Großhandel von roten und gelben Zwiebeln betrieben.

Gegen die betroffenen Unternehmen wurden Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 1,76 Milliarden PHP verhängt.

Nach Angaben der PCC trafen die Beteiligten wettbewerbswidrige Vereinbarungen im Zusammenhang mit importierten Zwiebeln, die Untersuchung erstreckte sich auf Aktivitäten im Zeitraum von 2020 bis 2021.

Auslöser des Falls war ein drastischer Anstieg der Zwiebelpreise im Jahr 2022, als die Einzelhandelspreise bis zu 800 PHP per Kilo erreichten.

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“Wir haben die Untersuchung durchgeführt. Dabei stießen wir auf eine Gruppe von Unternehmen… Wir fanden Hinweise darauf, dass in den verschiedenen Firmen dieselben Personen als Führungskräfte oder Vorstandsmitglieder tätig waren – so sind wir auf die Spur gekommen”“, erklärte Christian Loren delos Reyes, Direktor der Durchsetzungsabteilung (Enforcement Office) der PCC.

Im Juli 2024 erhob die PCC Anklage gegen mehrere Zwiebelimporteure wegen Verstoßes gegen Abschnitt 14 des philippinischen Wettbewerbsgesetzes (Philippine Competition Act), der wettbewerbswidrige Vereinbarungen – einschließlich Absprachen zur Aufteilung von Märkten – untersagt.

Infolge dieses Falls setzte zudem das Landwirtschaftsministerium die betroffenen Unternehmen auf eine schwarze Liste.

Laut PCC nutzte ein Speditionsunternehmen die Zugangsdaten der beschuldigten Importeure, ließ diese als Warenempfänger (Consignees) eintragen, überwachte die Anträge auf Importgenehmigungen und koordinierte die Warenlieferungen.

Die Kommission teilte mit, dass die Beteiligten nahezu 50 % aller Importfreigaben für rote und gelbe Zwiebeln kontrollierten.

Die Lieferungen importierter Zwiebeln wurden zudem in Kühlhäuser geleitet, die von einem einzigen Kühlhausbetreiber verwaltet wurden. Die in den Fall verwickelten Einrichtungen befanden sich in Bulacan, Iloilo, Cebu, Cagayan de Oro und Davao City, wobei sich das mutmaßliche Komplott auf den Zwiebelmarkt im gesamten Land auswirkte.

“Die PCC hat die Betroffenen angewiesen, die Umsetzung ihrer Vereinbarung dauerhaft einzustellen und die jeweiligen Geldbußen innerhalb von 15 Tagen nach Erhalt der Entscheidung zu zahlen”, erklärte Kenneth Tanate, Exekutivdirektor der PCC.

Laut Tanate wurden die Geldbußen auf der Grundlage von Großhandelspreisen für Zwiebeln – wie sie von der Philippine Statistics Authority (PSA) gemeldet wurden – sowie der betroffenen Zwiebelmenge berechnet. Zudem wurden die Sanktionen verdreifacht, da Zwiebeln als ein für die Grundversorgung wichtiges Gut eingestuft sind.

Die PCC teilte mit, dass sie sich mit dem Justizministerium hinsichtlich möglicher strafrechtlicher Schritte abstimmen werde. – ABS-CBN/KR

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