MANILA – Das philippinische Arbeitsmigrationsministerium (DMW) hat die Rückführung einer schwer kranken Filipina organisiert, die nach Angaben der Behörde Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit geworden war. – klajoo.com – Die Frau war demnach mit dem Versprechen einer Tätigkeit im Kundendienst nach Myanmar gelockt worden. Stattdessen musste sie dort gegen ihren Willen arbeiten.
Als sich ihr Gesundheitszustand erheblich verschlechterte, gelangte die Frau über die Grenze nach Mae Sot in Thailand. Hilfsorganisationen stellten vorübergehend Unterkunft und medizinische Versorgung bereit. Bei der Betroffenen wurde Brustkrebs im vierten Stadium angegeben. Angaben zu ihrer Identität oder weiteren persönlichen Lebensumständen sind für das Verständnis des Falls nicht erforderlich.
Das Migrant Workers Office in Bangkok koordinierte gemeinsam mit der philippinischen Botschaft, thailändischen Einwanderungs- und Polizeibehörden sowie dem Flughafen die Ausreise. Da die Frau ohne reguläre Einreiseformalitäten nach Thailand gelangt war, waren besondere humanitäre Absprachen notwendig. Am 10. Oktober 2026 kehrte sie in die Philippinen zurück. Das DMW beteiligte sich über seinen AKSYON-Hilfsfonds an den Kosten.
Der Fall zeigt ein typisches Risiko betrügerischer Arbeitsvermittlung: Ein vermeintlich reguläres Stellenangebot im Ausland führt in eine Situation, in der Beschäftigte nicht frei über ihre Arbeit und ihren Aufenthaltsort entscheiden können. Er belegt zugleich, dass eine Rückführung neben diplomatischer Koordination auch praktische medizinische und ausländerrechtliche Fragen lösen muss. Ob gegen die Verantwortlichen dieses konkreten Falls bereits Verfahren laufen, war aus den veröffentlichten Angaben nicht ersichtlich. – RM
Quellen:
- GMA News – Human trafficking victim with Stage IV breast cancer repatriated by DMW
- Daily Tribune – Pinay trafficking victim with Stage 4 cancer brought home







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