MANILA – Die Philippinen prüfen gemeinsam mit Japan, ob das Land Standort eines regionalen Erdöllagers werden kann. Nach Angaben von Energieministerin Sharon Garin laufen Machbarkeits- und Vorbereitungsstudien mit Unterstützung der Japan International Cooperation Agency (JICA) und des japanischen Wirtschaftsministeriums METI. – klajoo.com – Beteiligt ist auf philippinischer Seite unter anderem die Philippine National Oil Company.
Noch offen sind Standort, Kapazität, Investitionsvolumen und Zeitplan. Garin betonte, dass die laufende Untersuchung zunächst eine bilaterale Zusammenarbeit mit Japan ist und nicht automatisch mit einem bereits beschlossenen ASEAN-Gemeinschaftslager gleichgesetzt werden darf. Gleichzeitig wird die Möglichkeit geprüft, wie ein Standort auf den Philippinen im Fall internationaler Lieferstörungen auch die regionale Versorgungssicherheit stärken könnte.
Das Vorhaben ist vom geplanten nationalen strategischen Erdölvorrat zu unterscheiden. Für die nationale Reserve verfolgt die Regierung eigene Pläne für zusätzliche Lagerkapazität. Schon seit Monaten prüfen die Philippinen außerdem Modelle, bei denen Produzentenländer oder Investoren Lagerstätten finanzieren und dem Land in Krisensituationen bevorzugten Zugang zu Beständen ermöglichen könnten.
Der neue japanisch-philippinische Prüfauftrag ist deshalb ein weiterer Baustein in einer breiteren Strategie zur Verringerung der Verwundbarkeit gegenüber Störungen internationaler Öltransportwege. Eine Bauentscheidung ist damit noch nicht gefallen. Erst die laufenden Studien sollen zeigen, ob ein regionales Lager technisch, logistisch und wirtschaftlich sinnvoll auf den Philippinen eingerichtet werden kann. – RM
Quellen:
- DZRH News – DOE, JICA partner to study regional oil stockpiling system in PH, 9. Oktober 2026
- SunStar – Asean execs polish fuel stockpiling bid, 9. Oktober 2026
- Philippine News Agency – Fuel reserve seen to turn PH into regional oil hub, 2. Juli 2026







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