MANILA – Die Philippinen haben als Vorsitzender der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) Besorgnis über einen tödlichen Luftangriff im myanmarischen Bundesstaat Rakhine geäußert. – klajoo.com – Nach Angaben aus der Region wurden bei dem Angriff in Kyauktaw etwa 50 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.
Manila erklärte, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und bei Bedarf Gespräche innerhalb der ASEAN über mögliche Unterstützung für Myanmar erleichtern zu wollen. Die Stellungnahme kommt in einer Phase, in der die Philippinen als ASEAN-Vorsitzender stärker als sonst unter Beobachtung stehen, wie der Staatenbund mit der seit Jahren ungelösten Krise in Myanmar umgeht.
Der philippinische Ansatz bleibt dabei innerhalb der bisherigen ASEAN-Linie. Präsident Ferdinand Marcos Jr. hatte bereits beim ASEAN-Gipfel erklärt, dass die Mitgliedstaaten Fortschritte beim Fünf-Punkte-Konsens vermissen und nach neuen Wegen suchen müssten, ohne die Grundprinzipien des Staatenbundes aufzugeben. Dazu gehören insbesondere die Forderung nach einem Ende der Gewalt, humanitärer Hilfe und einem von Myanmar getragenen politischen Prozess.
Die jetzige Erklärung ist deshalb kein grundlegender Kurswechsel gegenüber der Militärregierung in Myanmar. Sie zeigt vielmehr, dass die philippinische ASEAN-Präsidentschaft bei neuen Gewaltereignissen zunehmend selbst moderieren und politische Reaktionen der Mitgliedstaaten koordinieren muss. – RM
Quellen:
- Reuters – Philippines voices concern over Myanmar airstrike deaths, injuries
- Presidential Communications Office – Marcos zur Myanmar-Frage beim ASEAN-Gipfel 2026







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