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Marcopper: DENR-Schreiben bringt 100-Millionen-Dollar-Vergleich einen Schritt weiter

MARINDUQUE – Mehr als 30 Jahre nach den schweren Umweltfolgen des Marcopper-Bergbaus ist eine wichtige Bedingung für einen Vergleich über 100 Millionen USD erfüllt worden. – klajoo.com – Das Department of Environment and Natural Resources (DENR) hat nach Angaben des Marinduque Council for Environmental Concerns die lange erwartete behördliche Kommunikation herausgegeben, die für die weitere Umsetzung des Vergleichs zwischen der Provinz Marinduque und Barrick Gold benötigt wird.

Die Summe entspricht nach dem jüngsten Wechselkurs grob rund 88 Millionen EUR. Sie soll allerdings nicht auf einmal fließen. Barrick hatte bereits 2025 mit der Provinz einen Vergleich geschlossen, ohne eine Haftung anzuerkennen. Nach Unternehmensangaben ist eine Zahlung über drei Jahre vorgesehen, sobald alle Bedingungen erfüllt sind. 50 Millionen USD wurden nach Berichten bereits in einem Treuhandkonto hinterlegt.

Der historische Hintergrund reicht bis in die 1990er Jahre. Besonders schwer war die Katastrophe vom 24. März 1996, als durch das Versagen eines Entwässerungstunnels rund 1,6 Millionen Kubikmeter Minenrückstände in das Makulapnit-Boac-Flusssystem gelangten. Die Verschmutzung zog sich über Dutzende Kilometer, beeinträchtigte Landwirtschaft und Bewässerung und machte Marcopper zu einem Symbol für die Risiken unzureichend gesicherter Bergbauanlagen.

Der Court of Appeals billigte den Vergleich im Oktober 2025 und beendete das betreffende Writ-of-Kalikasan-Verfahren gegen Barrick und Placer Dome. Trotzdem blieben Bestätigungen des DENR als Voraussetzung offen. Genau deshalb wurde das jetzt veröffentlichte Schreiben in Marinduque so dringend erwartet; noch Ende September hatten Kirche und Umweltgruppen wegen einer Frist Anfang Oktober öffentlichen Druck gemacht.

Mit der Freigabe des Schreibens sind allerdings nicht alle Streitpunkte erledigt. Provinzgouverneur Melecio Go hatte zuvor kritisiert, dass das DENR nicht ausreichend in die Verhandlungen einbezogen worden sei, obwohl die Behörde eigene regulatorische und umweltrechtliche Zuständigkeiten besitzt. Außerdem ist umstritten, wie viel des Vergleichsbetrags tatsächlich für Sanierung und Gefahrenabwehr verfügbar bleibt. Ein früheres Anwaltsteam macht nach Angaben der Provinz Forderungen von bis zu 25 Millionen USD geltend.

Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob das Geld freigegeben wird, sondern wofür es verwendet wird und welche Umweltverpflichtungen unabhängig vom Vergleich bestehen bleiben. Ein Vergleichsbetrag kann jahrzehntelange Schäden nicht automatisch beheben. Erst konkrete Sanierungspläne, technische Prioritäten und transparente Mittelverwendung werden zeigen, welchen praktischen Wert die Einigung für die betroffenen Gemeinden hat. – RM

Quellen:

  • Philippine Daily Inquirer – DENR releases communication on Marcopper settlement
  • Philippine Information Agency – DENR to weigh in on Marinduque-Barrick settlement
  • Barrick – SEC filing on the Marinduque settlement

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