MANILA – Das Preiswachstum bei Wohnimmobilien auf den Philippinen hat sich im zweiten Quartal 2026 stark abgeschwächt. – klajoo.com – Nach dem neuen Residential Property Price Index (RPPI) der Bangko Sentral ng Pilipinas stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahresquartal nur noch um 0,4 Prozent. Das ist die schwächste Zunahme seit dem ersten Quartal 2019.
Die Entwicklung folgt auf deutlich höhere Wachstumsraten in früheren Quartalen. Der RPPI basiert auf Daten zu bankfinanzierten Wohnimmobilien und bildet daher nicht jede Bartransaktion oder jedes einzelne Marktsegment ab. Er zeigt aber, dass der landesweite Preisauftrieb inzwischen nahezu zum Stillstand gekommen ist.
Parallel fordert der Private Sector Advisory Council, die Umsetzung des Real Property Valuation and Assessment Reform Act um vier Jahre auf 2031 zu verschieben. Der Rat schlägt außerdem eine Verlängerung der Grundsteueramnestie und in den ersten drei Jahren eine Begrenzung jährlicher Grundsteuersteigerungen auf sechs Prozent vor. Begründet wird dies mit Belastungen für Immobilien- und Wohnungswirtschaft sowie Eigentümer.
Beide Entwicklungen betreffen denselben Markt, dürfen aber nicht gleichgesetzt werden. Der RPPI misst beobachtete Preisbewegungen bei Wohnimmobilien; die Reform betrifft die staatliche Bewertung von Grundstücken und Gebäuden als Grundlage für lokale Steuern. Aus dem zeitlichen Zusammentreffen lässt sich daher nicht ableiten, dass die geplante Bewertungsreform den schwachen Preisanstieg verursacht hat. Die Kombination zeigt vielmehr, dass die Branche in einer Phase geringeren Preiswachstums gleichzeitig vor möglichen höheren Bewertungs- und Steuerbelastungen warnt. – RM
Quellen:
- Bangko Sentral ng Pilipinas – Residential Property Price Index
- Philippine News Agency – Property prices record slowest growth in 7 years
- Philippine News Agency – PSAC seeks four-year delay in real property valuation reform







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