MANILA – Die National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) fordert eine verbindliche Erfassung installierter Dach-Solaranlagen. – klajoo.com – Der Netzbetreiber erklärt, ihm fehle bislang ein vollständiges Bild darüber, wie viel private Solarleistung tatsächlich hinter den Anschlüssen von Haushalten, Unternehmen und Einrichtungen installiert ist.
Das Problem entsteht nicht dadurch, dass Solardächer grundsätzlich unerwünscht wären. Für die Netzführung ist vielmehr entscheidend, wie stark und wie schnell sich ihre Einspeisung verändert. Wenn eine große unbekannte Solarleistung bei dichter Bewölkung gleichzeitig ausfällt, kann dies für den Netzbetreiber ähnlich wirken wie der plötzliche Ausfall eines größeren Kraftwerks.
NGCP hatte bereits im vergangenen Jahr eine freiwillige Datenweitergabe durch Stromverteiler und Genossenschaften gestartet. Das Unternehmen hält eine verpflichtende Regelung inzwischen für notwendig. Nach seinen Angaben hat die wachsende Solarleistung die Verbrauchsspitze bereits von ungefähr 14 auf 16 Uhr verschoben, also in einen Zeitraum, in dem die Sonneneinstrahlung wieder abnimmt.
Die Forderung steht nicht im Gegensatz zum staatlichen Ausbau von Dachsolar. Das Energieministerium versucht parallel, Net-Metering zu vereinfachen und Solaranlagen für Haushalte und Betriebe attraktiver zu machen. Genau dadurch wird eine bessere Datengrundlage für Netzplanung und Reserveleistung jedoch wichtiger. Eine verpflichtende landesweite Meldepflicht ist bislang noch nicht beschlossen. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency – NGCP seeks inventory of rooftop solar to prevent grid instability
- Department of Energy – DOE Advances Net-Metering Implementation to Accelerate Rooftop Solar Adoption
- The Chronicle – NGCP seeks mandatory rooftop solar inventory to protect grid stability







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