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Manila

Landwirtschaftsministerium will rückkehrende OFW für Agrarbetriebe und Investitionen gewinnen

MANILA – Das philippinische Landwirtschaftsministerium will im Ausland arbeitende Filipinos stärker als künftige Unternehmer und Investoren im Agrarsektor ansprechen. – klajoo.com – Bei einer Veranstaltung in Seoul stellte das Department of Agriculture (DA) Rückkehrern Finanzierungsmöglichkeiten, Ausbildung, Marktanbindung und weitere Unterstützungsangebote vor. Ziel ist, Kapital, berufliche Erfahrung und Kenntnisse aus dem Ausland nach der Rückkehr für landwirtschaftliche Unternehmen auf den Philippinen nutzbar zu machen.

Die Veranstaltung fand am 13. September im Rahmen einer Service-Veranstaltung der Overseas Workers Welfare Administration (OWWA) in Seoul statt. Am folgenden Tag besuchte eine philippinische Delegation ein landwirtschaftliches Technologiezentrum und einen Erdbeerbetrieb im südkoreanischen Wanju County. Dort arbeiten unter anderem philippinische Saisonkräfte.

Der besuchte Betrieb nutzt automatisierte Systeme zur Steuerung von Klima, Bewässerung und Düngung, Schädlingsbekämpfung sowie Luftzirkulation. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums soll damit gezeigt werden, dass Landwirtschaft für Rückkehrer nicht nur traditionelle Feldarbeit bedeutet, sondern auch als technologiegestütztes Unternehmen aufgebaut werden kann.

Das DA und die OWWA unterzeichneten außerdem eine Vereinbarung, mit der landwirtschaftliche Programme und Dienstleistungen für Overseas Filipino Workers (OFW) besser gebündelt werden sollen. Die Agricultural Credit Policy Council stellte Finanzierungsmöglichkeiten vor, während das Agricultural Training Institute über Ausbildungsangebote informierte. Damit umfasst das Konzept mehrere Punkte, die für Rückkehrer praktisch entscheidend sind: Zugang zu Kapital, fachliche Vorbereitung und die spätere Vermarktung der Produkte.

In Wanju arbeiten nach Angaben des DA derzeit 278 philippinische Saisonkräfte aus sechs philippinischen Kommunen. Die Regierung prüft zudem, ob junge Landwirte über das Young Farmers Challenge Program zeitweise an Technologieprogrammen in Südkorea teilnehmen können. Damit würde die Initiative über die reine Rückkehrerförderung hinaus auch den gezielten Wissenstransfer in die philippinische Landwirtschaft umfassen.

Dass das Thema nicht auf die Veranstaltung in Seoul beschränkt bleiben soll, zeigt ein weiterer geplanter OFW-Investmenttermin des Landwirtschaftsministeriums. Für Oktober ist in Region I ein „Usapang Agribiz para sa mga Seafarers“ vorgesehen, der sich ausdrücklich an Seeleute richtet. Der Ansatz könnte damit schrittweise auf verschiedene OFW-Gruppen und Regionen ausgeweitet werden.

Entscheidend wird allerdings sein, ob aus Informationsveranstaltungen tatsächlich tragfähige Betriebe entstehen. Rückkehrer verfügen nicht automatisch über landwirtschaftliche Erfahrung, und auch vorhandenes Kapital ersetzt weder einen belastbaren Geschäftsplan noch gesicherte Absatzwege. Gerade deshalb ist die Kombination aus Finanzierung, Ausbildung, Technologie und Marktanbindung wichtiger als die bloße Aufforderung, nach der Rückkehr in die Landwirtschaft zu investieren. – RM

Quellen:

  • Department of Agriculture: DA pitches agribusiness to OFWs eyeing homecoming
  • Department of Agriculture: RFQ No. LOV-26-117 – OFW Investment Forum: Usapang Agribiz para sa mga Seafarers

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