MANILA – Die Philippine Navy unterstützt den Vorschlag von Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr., die Marine langfristig für Einsätze weit außerhalb der unmittelbaren philippinischen Gewässer besser auszustatten. – klajoo.com – Teodoro hatte dafür den Begriff einer “expeditionary navy” verwendet. Gemeint ist eine Marine, die Schiffe und Besatzungen auch in großer Entfernung von den eigenen Stützpunkten über längere Zeit einsetzen und versorgen kann.
Hintergrund ist nach Teodoros Darstellung insbesondere der Schutz philippinischer Handelsschiffe und Seeleute auf internationalen Seewegen. Die Philippinen wollen ihre eigene Handelsflotte ausbauen und zugleich die Fähigkeit stärken, philippinische Schiffe auf hoher See gemeinsam mit Partnerstaaten zu schützen.
Marinesprecherin Captain Marissa Martinez betonte, eine solche Fähigkeit ändere nichts am defensiven Auftrag der Philippine Navy. Einsätze blieben an die philippinische Verfassung, nationale Gesetze, internationales Recht und die bestehende Verteidigungspolitik gebunden. Die Marine sieht den Vorschlag als Teil ihrer laufenden Modernisierung.
Interessant ist dabei, welche Fähigkeiten die Marine selbst nennt: Neben stärkeren Flottenkapazitäten geht es um maritime Lagebilder, größere operative Reichweite, die dauerhafte Versorgung von Einheiten und die Zusammenarbeit mit Partnerflotten. Der Ansatz reicht damit über den Kauf einzelner Kriegsschiffe hinaus. Eine Marine, die weiter entfernt und länger operieren soll, benötigt auch entsprechende Logistik, Wartung und Unterstützung.
Bislang handelt es sich um eine strategische Zielrichtung, nicht um ein bereits beschlossenes einzelnes Beschaffungsprogramm. Welche zusätzlichen Schiffe, Versorgungskapazitäten oder Stützpunktstrukturen dafür tatsächlich vorgesehen werden, ist noch offen. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency: PH Navy – Expeditionary capability in sync with defensive mandate
- Philippine News Agency: DND chief says PH needs expeditionary navy







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