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Leyte: First Gen prüft Geothermie-Neubau für rund 70 Milliarden Peso

LEYTE – Die Energy Development Corporation (EDC) und ihre Muttergesellschaft First Gen prüfen eine umfassende Erneuerung ihrer alternden Geothermieanlagen auf Leyte. – klajoo.com – Für das Vorhaben steht eine Größenordnung von rund 70 Milliarden Peso – knapp einer Milliarde Euro – im Raum. Nach Unternehmensangaben könnte die Leistung des Leyte-Komplexes dadurch von derzeit rund 400 Megawatt auf mindestens 640 Megawatt steigen.

Im Mittelpunkt steht unter anderem die Anlage Upper Mahiao in Kananga. Statt die jahrzehntealten Kraftwerke lediglich weiter zu reparieren, soll die Technik stärker an die inzwischen veränderten Bedingungen der unterirdischen Dampfreservoirs angepasst werden. Ziel ist, aus derselben geothermischen Ressource wieder mehr und verlässlicher Strom zu gewinnen.

Das Projekt ist allerdings noch nicht beschlossen. First Gen spricht von laufenden technischen und wirtschaftlichen Prüfungen. Eine endgültige Investitionsentscheidung könnte 2027 fallen; als möglicher Fertigstellungshorizont werden 2030 bis 2031 genannt.

Der Hintergrund ist für die Visayas besonders wichtig. Geothermie liefert im Gegensatz zu Solar- und Windkraft rund um die Uhr Strom und kann damit einen wesentlichen Teil der Grundlast abdecken. Gerade die Stromengpässe der vergangenen Monate haben gezeigt, dass installierte Leistung allein nicht reicht, wenn größere Kraftwerksblöcke ausfallen oder nur eingeschränkt verfügbar sind.

Die Probleme auf Leyte sind dabei nicht nur eine Frage des Alters der Anlagen. EDC beschreibt in seinem jüngsten integrierten Bericht veränderte Dampfbedingungen, Ablagerungen, Ausfälle und eine zeitweise deutlich geringere Verfügbarkeit einzelner Anlagen. Gleichzeitig sei die unterirdische Wärmequelle weiterhin stark. Das Unternehmen will deshalb Reservoir-Management, Bohrungen, Dampfleitungen und Kraftwerksbetrieb stärker als ein zusammenhängendes System steuern.

Hinzu kommt ein weiterer Engpass: Selbst zusätzliche Erzeugungskapazität hilft nur, wenn das Übertragungsnetz den Strom aufnehmen kann. First Gen verweist darauf, dass auf Leyte zeitweise nutzbarer Dampf nicht vollständig in Strom umgewandelt werden könne, weil die Netzkapazität begrenzt sei. Die geplante Milliardeninvestition wäre damit nur ein Teil der Aufgabe – auch das Netz muss mitwachsen.

Sollte das Projekt umgesetzt werden, wäre es dennoch eines der größten einzelnen Modernisierungsvorhaben im philippinischen Geothermiesektor. Für Eastern Visayas und das gesamte Visayas-Netz könnte es nicht nur zusätzliche erneuerbare Leistung bringen, sondern zugleich eine bestehende Energiequelle für weitere Jahrzehnte sichern. – RM

Quellen:

  • Power Philippines – First Gen eyes PHP 70B Leyte geothermal redevelopment, 200+ MW capacity boost
  • Energy Development Corporation – Integrated Report 2025, President’s Message
  • First Gen – Integrated Report 2025, President’s Message

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