MANILA – Das Department of Migrant Workers (DMW) warnt erneut vor illegaler Arbeitsvermittlung über soziale Netzwerke und vor sogenannter Drittstaaten-Rekrutierung. – klajoo.com – Nach Angaben von DMW-Unterstaatssekretärin Darlene Pajarito wurden zwischen 2022 und 2026 rund 230.000 verdächtige Beiträge zu Arbeitsangeboten von Online-Plattformen entfernt.
Das Ministerium arbeitet dabei nach eigenen Angaben mit Meta Philippines und TikTok Philippines zusammen. Die zuständige Abteilung beobachtet verdächtige Rekrutierungsangebote und meldet sie an die Plattformen, damit entsprechende Inhalte geprüft und gegebenenfalls entfernt werden. Die hohe Zahl ist dabei kein Nachweis für 230.000 einzelne Menschenhandelsfälle. Sie beschreibt zunächst die Zahl der entfernten beziehungsweise beanstandeten Online-Beiträge.
Als besonders verbreitet bezeichnet das DMW derzeit die sogenannte Third-Country Recruitment. Dabei befinden sich philippinische Arbeitskräfte bereits im Ausland – etwa als Touristen, Beschäftigte oder am Ende eines Arbeitsvertrags – und erhalten dort Angebote für einen angeblich besseren Arbeitsplatz in einem dritten Staat. Erst später stellt sich heraus, dass die Stelle nicht existiert oder wesentlich von dem versprochenen Arbeitsplatz abweicht.
Das Muster ist nicht neu. Bereits die frühere Philippine Overseas Employment Administration warnte vor Jahren ausdrücklich vor Drittstaaten-Rekrutierung. Neu ist vor allem die Verlagerung auf digitale Plattformen und die Größenordnung, die das DMW inzwischen bei den entfernten Online-Angeboten nennt. Dadurch können Vermittler potenzielle Opfer direkt erreichen, ohne ein klassisches Vermittlungsbüro betreiben zu müssen.
Das DMW rät Arbeitssuchenden deshalb, sowohl die Vermittlungsagentur als auch das konkrete Arbeitsplatzangebot auf den offiziellen Seiten des Ministeriums zu überprüfen, bevor Dokumente übermittelt oder Zahlungen geleistet werden. Ein Warnsignal sind insbesondere Angebote, bei denen Interessenten unter Zeitdruck gesetzt und zu schnellen digitalen Zahlungen aufgefordert werden.
Für bereits im Ausland lebende Filipinos ist die Prüfung besonders wichtig, weil ein Arbeitsplatzwechsel in einen dritten Staat häufig zusätzliche Fragen zu Visum, Arbeitserlaubnis und Zuständigkeit philippinischer Behörden aufwirft. Wer ohne regulären Status weiterreist, kann im Zielland deutlich schlechter geschützt sein und wird im Streitfall schwerer von einer regulierten philippinischen Vermittlungsstruktur erreicht.
Das DMW verweist darauf, dass Betroffene Beschwerden bei der Rechtsabteilung beziehungsweise den Stellen gegen illegale Rekrutierung einreichen können. Im Ausland stehen außerdem Migrant Workers Offices sowie Botschaften und Konsulate als Anlaufstellen zur Verfügung. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency – DMW flags online, third-country recruitment as top trafficking schemes
- Department of Migrant Workers / POEA Archive – POEA warns OFWs on ‘third-country recruitment’







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