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Manila

PSA erwartet deutlich kleinere Reis- und Maisernte – beim Palay sinkt vor allem die Erntefläche

MANILA – Die Philippine Statistics Authority (PSA) erwartet für das dritte Quartal 2026 deutlich weniger Palay und Mais als im Vorjahreszeitraum. Bei Palay – also ungeschältem Reis – liegt der entscheidende Unterschied nach den aktuellen Daten allerdings nicht beim Ertrag je Hektar, sondern vor allem bei der wesentlich kleineren erwarteten Erntefläche.

Die Schätzung basiert auf den am 1. August stehenden Kulturen und ist noch kein endgültiges Ernteergebnis. Für Juli bis September erwartet die PSA 3,19 Millionen Tonnen Palay. Das wären 15,0 Prozent weniger als die tatsächlich geernteten 3,75 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum 2025.

Weniger Fläche, leicht höherer Hektarertrag

Die erwartete Palay-Erntefläche fällt nach der PSA-Schätzung von 916.770 Hektar im Vorjahresquartal auf 771.790 Hektar. Das entspricht einem Rückgang um 15,8 Prozent. Gleichzeitig soll der durchschnittliche Ertrag je Hektar leicht von 4,09 auf 4,13 Tonnen steigen.

Damit lässt sich der erwartete Produktionsrückgang nicht einfach als schlechtere Produktivität der Reisfelder erklären. Nach dem aktuellen Datenstand wird voraussichtlich auf deutlich weniger Fläche geerntet, während der Hektarertrag sogar geringfügig höher ausfallen könnte.

Gegenüber der Schätzung vom 1. Juli wurde die erwartete Palay-Produktion ebenfalls nach unten korrigiert: von 3,26 auf 3,19 Millionen Tonnen, ein Minus von 2,2 Prozent.

Mais fällt sowohl bei Fläche als auch beim Ertrag

Beim Mais erwartet die PSA 2,08 Millionen Tonnen nach 2,43 Millionen Tonnen im dritten Quartal 2025. Das entspricht einem Rückgang um 14,4 Prozent. Anders als beim Palay sinken hier sowohl die erwartete Erntefläche als auch der Hektarertrag.

Die Maisfläche soll von 789.240 auf 688.030 Hektar zurückgehen, ein Minus von 12,8 Prozent. Der erwartete Ertrag je Hektar fällt gleichzeitig von 3,07 auf 3,02 Tonnen beziehungsweise um 1,6 Prozent.

Stand Anfang August war erst ein Teil der Quartalsernte eingebracht

Zum Stichtag 1. August waren nach PSA-Angaben 113.790 Hektar Palay geerntet. Daraus wurden 455.250 Tonnen produziert. Beim Mais waren 129.950 Hektar abgeerntet, mit einer bisherigen Produktion von 366.790 Tonnen.

Die Behörde weist außerdem darauf hin, dass von den für Juli bis September ursprünglich vorgesehenen Palay-Anbauflächen bis zum Stichtag 56,4 Prozent tatsächlich bepflanzt waren. Beim Mais lag dieser Anteil bei 38,0 Prozent. Die Veröffentlichung nennt jedoch keine einzelne Ursache dafür, warum Anbau- und Ernteflächen gegenüber dem Vorjahr zurückgehen.

Für die Versorgungslage ist die Schätzung ein Warnsignal, aber noch keine Importprognose

Ein erwarteter Rückgang der heimischen Produktion kann den Bedarf an Lagerbeständen und Importen erhöhen. Aus der PSA-Schätzung allein lässt sich jedoch noch nicht ableiten, wie viel zusätzlicher Reis oder Mais eingeführt werden muss. Dafür sind auch vorhandene Bestände, tatsächliche Endernten, Verbrauch und bereits geplante Einfuhren entscheidend.

Redaktionell wichtig ist deshalb die Trennung zwischen einem Produktionssignal und einer bereits feststehenden Versorgungslücke. Der aktuelle PSA-Bericht zeigt eine deutlich kleinere erwartete Quartalsproduktion – vor allem wegen geringerer Flächen. Ob daraus später tatsächlich stärkere Importabhängigkeit oder höhere Preise entstehen, muss mit den nächsten Ernte-, Bestands- und Handelsdaten geprüft werden. – RM

Quellen:

  • Philippine Statistics Authority – Updates on July-September 2026 Palay and Corn Estimates Based on Standing Crop, 01 August 2026 – 15.09.2026

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