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Schwacher Peso erhöht Inflationsdruck – weitere BSP-Zinsschritte bleiben möglich

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MANILA – Der anhaltende Wertverlust des philippinischen Peso entwickelt sich selbst zu einem zusätzlichen Inflationsrisiko. – klajoo.com – Ökonomen halten deshalb weitere Zinserhöhungen der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) in den letzten beiden geldpolitischen Sitzungen des Jahres für möglich. Eine Entscheidung ist damit jedoch nicht vorweggenommen.

Der Peso hat Anfang September mehrfach neue Tiefstände gegenüber dem US-Dollar erreicht. Am 8. September lag der Schlusskurs bei 62,625 Peso je US-Dollar. Für die philippinische Wirtschaft ist das vor allem deshalb problematisch, weil wichtige Importe wie Treibstoff, Dünger, Rohstoffe und zahlreiche Vorprodukte in Fremdwährung bezahlt werden. Ein schwächerer Peso verteuert diese Güter in lokaler Währung und kann Preisdruck im Inland verstärken.

Die BSP hatte ihren Leitzins Ende August bereits zum dritten Mal in Folge um 25 Basispunkte angehoben. Der Zielzins für das Reverse-Repurchase-Geschäft liegt damit bei 5,0 Prozent. Nach Einschätzung des BPI-Chefökonomens Emilio Neri könnten zwei weitere Schritte um jeweils 25 Basispunkte folgen und den Satz bis Jahresende auf 5,5 Prozent erhöhen.

Dabei geht es nicht allein um den Wechselkurs. Zu den Risiken gehören weiterhin hohe Lebensmittelpreise, steigende Energiekosten, die mögliche Verschärfung von El Niño und höhere Produktionskosten in der Landwirtschaft. Zugleich könnte eine weitere Straffung der US-Geldpolitik den Dollar stärken und zusätzlichen Druck auf den Peso ausüben.

Die Zentralbank steht damit vor einem klassischen Zielkonflikt. Höhere Zinsen können Inflationserwartungen dämpfen und den Peso stützen, verteuern aber gleichzeitig Kredite für Unternehmen und private Haushalte und können Investitionen sowie Wachstum bremsen. Gerade nach mehreren Zinsschritten in kurzer Folge wird deshalb entscheidend sein, ob der Preisdruck tatsächlich weiter zunimmt oder sich die bisherigen Maßnahmen bereits ausreichend auswirken.

Für Haushalte mit Überweisungen aus dem Ausland kann ein schwächerer Peso kurzfristig mehr lokale Kaufkraft pro überwiesener Fremdwährung bedeuten. Für die Gesamtwirtschaft überwiegt jedoch das Risiko höherer Importkosten. Deshalb ist der Wechselkurs inzwischen nicht nur ein Finanzmarktthema, sondern Bestandteil der Inflations- und Zinspolitik. – RM

Quellen:

  • BusinessMirror – Weather, inflation, weak peso could spur 2 more rate hikes – 7. September 2026
  • BusinessMirror – Peso could test new lows in the near term – analysts – 9. September 2026
  • Bangko Sentral ng Pilipinas – Monetary Policy / Target RRP Rate 5.00%, wirksam seit 27. August 2026

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