MANILA – Der El Niño über dem tropischen Pazifik dürfte sich in den kommenden Monaten weiter verstärken. – klajoo.com – Für die Philippinen hat PAGASA die erwarteten Folgen jetzt deutlich konkreter beziffert: In Gebieten mit „way below normal rainfall“ liegt der Monatsniederschlag mindestens 60 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.
Im September erwartet PAGASA vor allem in Northern Luzon unterdurchschnittlichen Regen. Im Oktober sollen Luzon, die Visayas und Caraga überwiegend unter dem Normalwert liegen. Im November werden für große Teile des Landes Werte von deutlich unter normal bis unter normal erwartet; einzelne Bereiche Mindanaos könnten noch nahe am Durchschnitt bleiben.
Für Dezember ist das Bild regional gemischt. Für große Teile Luzons und Western Visayas werden zwar überdurchschnittliche Niederschläge prognostiziert. PAGASA weist jedoch darauf hin, dass der normale Dezemberniederschlag in Teilen Luzons ohnehin niedrig ist. Für weite Teile der Visayas und Mindanaos wird dagegen weiterhin unterdurchschnittlicher Regen erwartet.
Besonders problematisch wird die Prognose für den Jahresbeginn 2027. Im Januar sollen fast überall deutlich unterdurchschnittliche Niederschläge auftreten, mit wenigen Ausnahmen in Mindanao. Für Februar erwartet PAGASA im ganzen Land Werte von deutlich unter normal bis unter normal.
Die neue Prognose verschärft die bereits bekannte El-Niño-Lage. Die Weltorganisation für Meteorologie hält es für möglich, dass sich das aktuelle Ereignis zu einem der stärksten seit Beginn der systematischen Beobachtungen entwickelt und bis in das erste Halbjahr 2027 anhält.
Für die Philippinen ist deshalb weniger die Bezeichnung „sehr starker El Niño“ entscheidend als die regionale Wirkung. Geringere Niederschläge können Wasserreserven, Bewässerung und landwirtschaftliche Produktion belasten. Auch die Stromversorgung kann betroffen sein, wenn Wasserkraft weniger Energie liefert oder hohe Temperaturen den Strombedarf erhöhen.
Hinzu kommt ein auffälliger zeitlicher Gegensatz: Nach wochenlangen Überschwemmungen durch Habagat und mehrere Wirbelstürme rückt nun bereits die Vorbereitung auf Trockenheit in den Vordergrund. Damit können sich innerhalb weniger Monate zwei sehr unterschiedliche Wetterrisiken ablösen. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency
- Reuters / World Meteorological Organization







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