MANILA – Ein bereits 2024 vereinbartes philippinisch-südkoreanisches Ausbildungsprojekt für den Schiffbau wird konkreter. – klajoo.com – Das Department of Labor and Employment (DOLE) hat mit Vertretern von HD Hyundai Heavy Industries und dem Korea Marine Equipment Research Institute (KOMERI) über einen Standort in Zambales, die Machbarkeitsstudie und die weitere Umsetzung eines Trainingszentrums für umweltfreundlichen Schiffbau beraten.
Damit geht es nicht – wie eine verkürzte Darstellung vermuten lassen könnte – um den Bau einer neuen Schiffswerft durch ein südkoreanisches Unternehmen. Geplant ist ein Ausbildungszentrum. Es soll philippinische Fachkräfte für Tätigkeiten ausbilden, die beim modernen Schiffbau benötigt werden, darunter Schweißen, Elektrik, Gerüstbau, Lackierung und weitere technische Berufe.
Die Grundlage wurde bereits im November 2024 geschaffen. Damals unterzeichneten DOLE, TESDA und KOMERI ein Memorandum of Understanding für ein entsprechendes Trainingszentrum. Vorgesehen war eine fünfjährige, auf Zuschüssen basierende südkoreanische Entwicklungshilfe in Höhe von rund 330 Millionen Peso und die Ausbildung von etwa 1.000 Filipinos. Der aktuelle Schritt ist deshalb keine neue Grundsatzvereinbarung, sondern die Konkretisierung von Standort, Machbarkeit und industrieller Beteiligung.
Neu ist insbesondere die Einbindung von HD Hyundai Heavy Industries in die aktuellen Gespräche und die mögliche Ansiedlung in Zambales. DOLE und die Technical Education and Skills Development Authority wollen nach Angaben des Ministeriums die erforderlichen Mechanismen beschleunigen und einen geeigneten Standort identifizieren. Eine Machbarkeitsstudie soll im zweiten Halbjahr 2026 erstellt werden.
Für die philippinische Industrie kann ein solches Zentrum auf zwei Ebenen interessant sein. Einerseits erhöht spezialisierte Ausbildung die Chancen von Arbeitnehmern auf Beschäftigung in lokalen Werften oder im Ausland. Andererseits kann eine größere Zahl qualifizierter Fachkräfte die Fähigkeit philippinischer Unternehmen stärken, höherwertige Aufträge selbst zu übernehmen, statt vor allem Arbeitskräfte für ausländische Werften bereitzustellen.
Ob daraus tatsächlich ein größerer industrieller Effekt entsteht, hängt aber von der nächsten Stufe ab. Ein Trainingszentrum schafft Qualifikationen, noch keine zusätzlichen Schiffbauaufträge. Entscheidend wird sein, ob philippinische Werften Investitionen, technische Standards und Auftragsvolumen entwickeln, die diese Fachkräfte langfristig im Land beschäftigen – und ob die versprochene Ausbildung tatsächlich über die geplante Teilnehmerzahl hinaus verstetigt wird. – RM
Quellen:
- Department of Labor and Employment – PH, Korea explore skills training for eco-friendly shipbuilding workforce
- Department of Labor and Employment – MOU on establishment of eco-friendly shipbuilding specialists training center inked







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