TAGUM CITY – Tagum City und lokale Durian-Produzenten wollen ihre Zusammenarbeit mit Malaysia ausbauen. – klajoo.com – Vertreter des Tagum City Tourism Arts and Culture Council und der Tagum City Durian Growers Association haben mit dem malaysischen Generalkonsul über ein mögliches Programm für Agrartechnologie und technischen Austausch gesprochen. Im Mittelpunkt stehen bessere Anbaumethoden, Wissenstransfer und mögliche Besuche auf führenden malaysischen Durian-Plantagen.
Noch handelt es sich um die Anbahnung einer Kooperation, nicht um ein bereits beschlossenes Regierungsprogramm. Nach Angaben aus Tagum wurde die Delegation außerdem zur Malaysia Agriculture, Horticulture and Agrotourism Exhibition eingeladen. Umgekehrt soll die malaysische Seite stärker in das Durian-Festival von Tagum eingebunden werden.
Malaysia ist mehr als nur ein Vorbild beim Marketing
Für Tagum ist Malaysia ein naheliegender Partner. Das Land verfügt über eine weit entwickelte Durian-Wirtschaft mit spezialisierten Sorten, professionellem Plantagenmanagement, Verarbeitung und Exportlogistik. Malaysia baut insbesondere den Handel mit China weiter aus und versucht, frische und verarbeitete Durian-Produkte international höher zu positionieren.
Für Produzenten in Davao ist der mögliche Austausch deshalb vor allem technisch interessant. Einheitliche Qualität, höhere und stabilere Erträge, bessere Nacherntebehandlung und eine verlässliche Lieferkette sind entscheidend, wenn Durian nicht nur auf lokalen Märkten oder während der Saison verkauft werden soll, sondern dauerhaft Exportmärkte bedienen soll.
Davao sucht bereits neue Absatzmärkte
Die Region Davao hat ihre Exportbemühungen in den vergangenen Jahren ausgeweitet. Anfang August erreichte nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums erstmals eine Testlieferung frischer Durian aus Davao den Oman. Dem vorausgegangen waren jahrelange Gespräche und die Erfüllung phytosanitärer Anforderungen. Bereits 2025 gingen außerdem erstmals gefrorenes Durian-Fruchtfleisch und Durian-Paste aus den Philippinen nach China.
Diese Beispiele zeigen zugleich, dass neue Märkte nicht allein durch höhere Produktion entstehen. Exportfähige Ware braucht Pflanzengesundheitsnachweise, standardisierte Qualität, Kühl- und Verarbeitungskapazitäten sowie Händler, die über längere Zeit verlässliche Mengen liefern können. Für kleinere Erzeuger ist gerade dieser Schritt häufig schwieriger als der eigentliche Anbau.
Technologietransfer löst nicht jedes Problem
Ein Austausch mit Malaysia könnte Tagumer Produzenten bei Sortenmanagement, Bestäubung, Düngung, Schädlingskontrolle, Erntezeitpunkt und Nacherntebehandlung helfen. Er würde aber klimatische Schwankungen, Flächenprobleme und die Abhängigkeit von einzelnen Exportmärkten nicht beseitigen. Auch eine erfolgreiche Durian-Wirtschaft kann unter Überproduktion und starken Preisschwankungen leiden, wenn Erntemengen schneller wachsen als Nachfrage und Verarbeitungskapazität.
Für Tagum wäre es deshalb sinnvoll, die geplante Kooperation nicht nur als Produktionsprogramm zu verstehen. Langfristig sind Verarbeitung, Qualitätskontrolle, Vermarktung und ein breiterer Mix von Absatzmärkten mindestens ebenso wichtig. Die jüngsten Exportversuche nach Oman und China zeigen, dass dafür grundsätzlich Chancen bestehen.
Ob aus den Gesprächen mit Malaysia ein dauerhaftes Austauschprogramm entsteht, wird sich erst an konkreten Vereinbarungen, Teilnehmerzahlen und gemeinsamen Projekten zeigen. Der Ansatz ist dennoch bemerkenswert: Tagum versucht nicht nur, mehr Durian anzubauen, sondern sich Know-how aus einer deutlich reiferen internationalen Durian-Wirtschaft zu holen. – RM
Quellen:
- SunStar Davao – Tagum Forges Malaysia Ties to Boost Local Durian Industry
- Department of Agriculture – Davao durian wins Omani taste buds; 6-year courtship leads to export
- Department of Agriculture – Philippines’ first frozen durian shipment reaches China
- Bernama – Malaysia Targets RM932.3 Mln In Durian Exports to China by 2030







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