LAPU-LAPU CITY – Das Programm für Reis zu 20 Peso pro Kilogramm in Lapu-Lapu City hat nach Angaben der Stadt bis zum 14. August insgesamt 34.794 Menschen erreicht. – klajoo.com – Innerhalb des Programms wurden 8.305 Säcke Reis verkauft oder verteilt.
Damit liegen erstmals umfangreichere Umsetzungszahlen für ein Programm vor, das im März zunächst über einen Kadiwa-Pop-up-Verkaufsstand am Rathaus begonnen und im Mai durch die Zusammenarbeit der Stadt mit dem Department of Agriculture (DA) und Food Terminal Inc. (FTI) ausgeweitet wurde.
Zwei Vertriebswege mit unterschiedlichen Zahlen
Nach den von SunStar veröffentlichten Daten verkaufte Food Terminal Inc. 5.305 Säcke an 19.763 Einwohner. Weitere 3.000 Säcke wurden über die Stadt an 15.031 Begünstigte in 29 Barangays ausgegeben. Zusammen ergibt das die gemeldeten 8.305 Säcke und 34.794 Begünstigten.
Anspruchsberechtigt sind inzwischen unter anderem Senioren, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, Begünstigte des Pantawid-Pamilyang-Pilipino-Programms (4Ps), Fischer sowie als bedürftig eingestufte Einwohner. Berechtigte können bis zu zehn Kilogramm Reis zum Preis von 20 Peso je Kilogramm kaufen.
Die Stadt hat zusätzlich drei Millionen Peso aus ihrem allgemeinen Haushalt bereitgestellt, um die von FTI gelieferte Menge zu ergänzen und das Programm sowohl auf Barangays des Festlands als auch auf Insel-Barangays auszuweiten.
Fast 35.000 Begünstigte sagen noch wenig über die tatsächliche Reichweite
Die Zahl von 34.794 Begünstigten klingt zunächst nach einer großen Reichweite. Aus den veröffentlichten Angaben geht allerdings nicht eindeutig hervor, ob jede Person nur einmal gezählt wird oder ob wiederkehrende Käufer mehrfach in die Statistik eingehen können.
Auch die Zahl der Säcke lässt sich ohne weitere Angaben nicht unmittelbar in eine durchschnittliche Unterstützungsmenge je Haushalt übersetzen. Die aktuelle Mitteilung nennt für die 8.305 Säcke kein einheitliches Gewicht. Eine Berechnung aus einer lediglich angenommenen Sackgröße wäre deshalb nicht belastbar.
Auch die Subvention pro Kilogramm bleibt offen
Für eine wirtschaftliche Bewertung fehlt vor allem der tatsächliche Einstandspreis des Reises. Die drei Millionen Peso der Stadt sind nur ein Teil der Finanzierung, weil ein erheblicher Anteil des Reises über Food Terminal Inc. bereitgestellt wird.
Damit lässt sich aus den bisher veröffentlichten Zahlen nicht seriös berechnen, wie hoch die staatliche Subvention pro verkauftem Kilogramm tatsächlich ist. Dafür wären der Einkaufspreis beziehungsweise Übernahmepreis des Reises, die von FTI getragenen Kosten, Transport- und Vertriebskosten sowie mögliche weitere Zuschüsse erforderlich.
Genau diese Größe wäre für die längerfristige Bewertung wichtig: Ein günstiger Verkaufspreis von 20 Peso zeigt, was der Verbraucher bezahlt. Er zeigt aber nicht, was das Programm den Staat und die Stadt je Kilogramm kostet.
Unterschiedliche Veröffentlichungen nennen zudem abweichende Zwischenstände
Bei der Gegenprüfung fällt eine weitere Unklarheit auf. The Freeman berichtete ebenfalls am 16. August unter Berufung auf Stadtdaten von 30.344 Begünstigten und 7.414 Säcken mit einem Stand vom 8. Juli. SunStar nennt für den 14. August 34.794 Begünstigte und 8.305 Säcke.
Die Entwicklung der Mengen ist plausibel, die jeweils genannte Zahl der Programmtage jedoch nicht ohne Weiteres vergleichbar: The Freeman nennt für den früheren Stand 84 Tage, SunStar für den späteren Stand 80 Tage. Das spricht dafür, dass unterschiedliche Verkaufs- oder Aktionstage gezählt wurden oder eine der Angaben fehlerhaft ist. Für die inhaltliche Bilanz sind deshalb die klar datierten Mengen- und Begünstigtenzahlen belastbarer als die Zahl der genannten Programmtage.
Von der Ankündigung zur überprüfbaren Umsetzung
Für Lapu-Lapu City ist dennoch ein wichtiger Schritt erkennbar: Das Programm existiert nicht nur als politische Ankündigung. Zehntausende Nutzungen und mehrere tausend ausgegebene beziehungsweise verkaufte Reissäcke dokumentieren eine tatsächliche Umsetzung in 29 Barangays.
Ob das Modell langfristig tragfähig ist, lässt sich daraus noch nicht ableiten. Entscheidend wird sein, wie regelmäßig Berechtigte Reis beziehen können, wie lange die zusätzlichen Haushaltsmittel reichen und wie sich die tatsächlichen Subventionskosten entwickeln. Erst dann lässt sich beurteilen, ob aus der kurzfristigen Entlastung ein dauerhaft finanzierbares Sozialprogramm wird.
Quellen:
- SunStar Cebu: “Lapu-Lapu P20 rice program reaches nearly 35K residents”
- The Freeman: “P20-per-kilo rice for Lapu-Lapu residents”
- Mayor Cindi Chan: “Lapu-Lapu City’s P20 Rice Program serves 34,794 beneficiaries”







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