KIDAPAWAN CITY – Die Stadt Kidapawan in North Cotabato will sich mit dezentralen Wasserspeichern in allen 40 Barangays auf die Folgen des El Niño vorbereiten. – klajoo.com – Bürgermeister Pao Evangelista forderte die Barangay-Vorsitzenden auf, geeignete Flächen für sogenannte Water Impounding Areas zu bestimmen, in denen Wasser für Trockenperioden zurückgehalten werden kann.
Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen die Speicher sowohl der Landwirtschaft als auch Haushalten zugutekommen. Wo kein geeignetes öffentliches Grundstück vorhanden ist, können die Barangays Vereinbarungen mit privaten Eigentümern schließen. Die Stadt will für die Anlage der Speicher schweres Gerät zur Verfügung stellen.
Zusätzlich wurde das städtische Landwirtschaftsamt angewiesen, die Verteilung hitze- und trockenheitsverträglicher Nutzpflanzen zu verstärken. Damit verbindet Kidapawan Wasservorsorge und Anpassungen in der Landwirtschaft.
El Niño hat sich inzwischen verstärkt
Die Maßnahme erfolgt nicht nur vorsorglich auf Grundlage einer langfristigen Prognose. Die philippinische Wetterbehörde PAGASA meldete Anfang August 2026 bereits einen moderaten El Niño im tropischen Pazifik. Nach dem damaligen Stand soll das Phänomen bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten und sich vor Ende 2026 weiter verstärken können.
El Niño erhöht auf den Philippinen die Wahrscheinlichkeit unterdurchschnittlicher Niederschläge, längerer Trockenperioden und regionaler Dürren. Während der Habagat-Zeit kann es trotzdem gleichzeitig zu Starkregen und Überschwemmungen kommen. Für Kommunen bedeutet das, dass sie sich sowohl auf zu viel als auch auf zu wenig Wasser vorbereiten müssen.
Andere Regionen setzen ebenfalls auf Wasserspeicher
Kidapawan ist mit diesem Ansatz nicht allein. In Ilocos Norte lässt die Provinzregierung kleinere Wasserrückhalteanlagen sanieren und sucht zusätzliche Wasserquellen, um die Bewässerung während trockener Perioden zu sichern. Landwirten wird dort zugleich empfohlen, auf Kulturen auszuweichen, die mit weniger Wasser auskommen.
Auch Zamboanga City stellte im Juni 2026 nach Angaben der Philippine News Agency 75 Millionen Peso für den Bau eines kleinen Wasserrückhaltedamms bereit, der wiederkehrende Versorgungsprobleme während trockener Phasen abmildern soll. Die Beispiele zeigen unterschiedliche Größenordnungen: Während Zamboanga auf ein größeres Einzelprojekt setzt und Ilocos Norte vorhandene Systeme saniert, verfolgt Kidapawan einen stark dezentralen Ansatz auf Barangay-Ebene.
Das kann ein Vorteil sein, weil kleine Speicher näher an landwirtschaftlichen Flächen und Wohngebieten liegen. Ihr tatsächlicher Nutzen hängt jedoch von Standort, Speichervolumen, Abdichtung, Wasserqualität, Zufluss und Wartung ab. Allein die Zahl von 40 geplanten Standorten sagt deshalb noch nichts darüber aus, wie viel Wasser Kidapawan während einer längeren Trockenperiode tatsächlich zusätzlich zur Verfügung stehen wird.
Aus den Erfahrungen des El Niño 2023/24 ist bekannt, wie groß das Risiko für die Landwirtschaft werden kann. Nach Regierungsangaben beliefen sich die landesweiten Agrarschäden damals auf rund 15,3 Milliarden Peso; mehr als 333.000 Landwirte und Fischer waren betroffen. Wasserspeicher, verbesserte Bewässerung und trockenheitsverträgliche Kulturen gehören deshalb inzwischen zu den wiederkehrenden Bausteinen der philippinischen El-Niño-Vorsorge.
Quellen: City Government of Kidapawan, Mitteilung vom 11. August 2026; PAGASA, El Niño Monitoring, Stand 6. August 2026; Philippine Information Agency, Ilocos Norte, 11. Mai 2026; Philippine News Agency, Zamboanga City, 1. Juni 2026; Philippine Information Agency, Rückblick auf El-Niño-Schäden 2023/24. RM







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