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Geretteter Haubenschlangenadler in Zamboanga soll wieder ausgewildert werden

MINDANAO – Ein in Barangay Bunguiao in Zamboanga City gefundener Greifvogel wird derzeit vom Department of Environment and Natural Resources (DENR) untersucht und versorgt. – klajoo.com – DENR-Zamboanga identifizierte das Tier ausdrücklich als Crested Serpent Eagle mit dem wissenschaftlichen Namen Spilornis cheela. Die deutsche Bezeichnung dafür lautet Haubenschlangenadler.

Nach einer ersten körperlichen Untersuchung wurde der Vogel in einer vorübergehenden Unterbringung der zuständigen Umweltbehörde aufgenommen. Dort soll sein Gesundheitszustand weiter beobachtet werden. Sobald er als ausreichend gesund und freisetzungsfähig gilt, ist die Rückkehr in einen geeigneten natürlichen Lebensraum vorgesehen.

Fund in Barangay Bunguiao

Der Vogel war von einem Einwohner, Edwino Ramos, gefunden und zunächst an die Verantwortlichen des Barangay übergeben worden. Barangay-Kapitän Leo Resurreccion koordinierte anschließend die Übergabe an das Community Environment and Natural Resources Office (CENRO) in Zamboanga City. Dort übernahm die für Schutzgebiete und Biodiversität zuständige Einheit den Greifvogel.

Die Vorgehensweise entspricht dem Grundprinzip des philippinischen Wildtierschutzes: Wildtiere, die verletzt, geschwächt, verdrängt oder aus anderen Gründen nicht unmittelbar selbstständig weiterleben können, sollen nicht dauerhaft privat gehalten, sondern an die zuständigen Fachstellen übergeben werden. Republic Act No. 9147, der Wildlife Resources Conservation and Protection Act, bildet dafür einen zentralen gesetzlichen Rahmen.

Crested Serpent Eagle oder Philippine Serpent-Eagle?

Bei der Artbezeichnung lohnt sich ein genauer Blick. Die aktuelle DENR-Mitteilung aus Zamboanga nennt den Vogel eindeutig Crested Serpent Eagle (Spilornis cheela). Diese Art wird im Deutschen als Haubenschlangenadler bezeichnet.

Moderne ornithologische Taxonomien unterscheiden davon jedoch den Philippine Serpent-Eagle (Spilornis holospilus), auf Deutsch Philippinenschlangenadler. Diese Art ist auf den Philippinen endemisch und kommt auf vielen größeren Inseln vor. In älteren beziehungsweise weiter gefassten taxonomischen Konzepten wurde Spilornis holospilus teilweise als Unterart oder Form des weit verbreiteten Spilornis-cheela-Komplexes behandelt.

Gerade deshalb wäre es nicht seriös, die amtliche Bestimmung allein aufgrund des Fundortes eigenmächtig in Philippinenschlangenadler zu ändern. Für Zamboanga liegt in der veröffentlichten DENR-Meldung keine unabhängige ornithologische Neubestimmung des konkreten Tieres vor. Bis zu einer eventuellen Präzisierung durch die Fachbehörde ist daher die von DENR verwendete Bezeichnung Haubenschlangenadler (Spilornis cheela) der dokumentierte Stand.

Die Unterscheidung ist mehr als Namenskosmetik. Der eigentliche Haubenschlangenadler ist in großen Teilen Asiens verbreitet; in modernen Artlisten wird Spilornis cheela auf den Philippinen vor allem für Palawan und benachbarte westliche Inseln geführt. Der Philippinenschlangenadler Spilornis holospilus wird dagegen als eigene, auf dem philippinischen Archipel endemische Art behandelt. Der Fundort Zamboanga macht die amtliche Zuordnung daher fachlich besonders interessant.

Was Finder verletzter oder geschwächter Wildtiere tun sollten

DENR nutzt den Fall zugleich für einen praktischen Hinweis: Wer ein verletztes, geschwächtes oder verdrängtes Wildtier findet, sollte den Fund möglichst rasch der nächstgelegenen DENR-Dienststelle melden. Die eigentliche Sicherung, Untersuchung, Versorgung und spätere Freilassung sollte von geschultem Personal beziehungsweise einer dafür vorgesehenen Wildtierauffangstelle übernommen werden.

Das Biodiversity Management Bureau des DENR veröffentlicht für Wildlife Rescue, Retrieval and Turn-over zudem nationale Kontaktmöglichkeiten unter den Mobilnummern 0912 909 2310 und 0969 014 7241 sowie über die E-Mail-Adressen wrd@bmb.gov.ph und wrc@bmb.gov.ph. Bei einem lokalen Fund ist die nächstgelegene DENR- oder CENRO-Stelle in der Regel der praktischste erste Ansprechpartner.

Rettung ist kein Beleg für den Zustand einer Population

Ein einzelner geretteter Greifvogel erlaubt keine Aussage darüber, ob der Bestand einer Art in Zamboanga zu- oder abnimmt. Solche Fälle haben dennoch einen konkreten Naturschutzwert: Die Tiere können fachgerecht untersucht, bei Bedarf rehabilitiert und anschließend wieder ausgewildert werden, statt verletzt zu verenden oder dauerhaft in privater Haltung zu bleiben.

Zugleich liefern dokumentierte Übergaben den Umweltbehörden Informationen darüber, welche Wildtiere in besiedelten Gebieten gefunden werden und wo Konflikte oder Verletzungen auftreten. Im aktuellen Fall steht zunächst die Genesung des Vogels im Vordergrund. DENR will ihn freilassen, sobald die Fachleute ihn dafür als geeignet ansehen.

Quellen: Department of Environment and Natural Resources (DENR) Zamboanga Peninsula, aktuelle Mitteilung zum Fund in Barangay Bunguiao; SunStar Zamboanga, 9. August 2026; Avibase und BirdLife International zur Taxonomie von Spilornis cheela und Spilornis holospilus; Republic Act No. 9147; DENR Biodiversity Management Bureau, Wildlife-Rescue-Kontakte. RM

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