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DOE erklärt, warum der Strom in den Philippinen so teuer ist

MANILA – Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte im Land erreichte im Juni 2026, 12,43 PHP per Kilowattstunde und lag damit über dem von Singapur. Laut dem Department of Energy (DOE) haben die Philippinen damit die höchsten Strompreise für Privathaushalte in Südostasien.

Das DOE erklärte, dass die Strompreise im Land in die Höhe geschnellt seien, weil Kraftwerke, die teure Brennstoffe verwenden, während der Stromausfälle im letzten Sommer gezwungen waren, zu arbeiten, was mit einem Anstieg der Stromnachfrage zusammenfiel.

Im vergangenen Juni zeigten die Daten des DOE, dass die Busuanga Island Electric Cooperative mit 24,92 Pesos per Kilowattstunde den höchsten Strompreis für Privathaushalte aufwies.

Die Manila Electric Company (Meralco) wies unterdessen im Juni einen überdurchschnittlichen Preis von 14,48 Pesos per Kilowattstunde auf.

Allerdings müssen die Haushalte in den kommenden Monaten möglicherweise mit höheren Stromrechnungen rechnen, da die Preise für Brennstoffe weiter steigen.

Vor dem Inkrafttreten des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA) im Jahr 2001 betrieb die National Power Corporation den Großteil der Stromerzeugungsanlagen. Das Gesetz entflechtete jedoch die Bereiche Stromerzeugung, -übertragung, -verteilung und -vertrieb.

Die Stromerzeugung und der Stromvertrieb wurden aufgrund des EPIRA privatisiert.

EPIRA sollte eigentlich mehr Investoren anlocken, aber stattdessen wurden die Haushalte nur zusätzlich belastet.

“Tatsächlich sind die Philippinen und Singapur insofern einzigartig, als sie einen hochgradig privatisierten Energiesektor haben. Es ist also kein Zufall, dass die beiden am stärksten privatisierten Energiesektoren der Region auch die beiden teuersten Strompreise der Region aufweisen, da sie als Unternehmen geführt werden”, sagte der Geschäftsführer der IBON Foundation, Sonny Africa.

Die IBON Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Entwicklungsorganisation und Denkfabrik mit Sitz auf den Philippinen und ist der Ansicht, dass das Monopol im Energiesektor des Landes es Unternehmen ermöglicht hat, die Strompreise willkürlich festzulegen. Dies unterscheidet sich deutlich von anderen Nachbarländern, in denen die Stromversorgung staatlich geregelt ist.

“Derzeit kontrollieren etwa fünf bis acht Unternehmen rund 80 Prozent der Stromerzeugung und -verteilung. Im Wesentlichen handelt es sich bei der Stromerzeugung und -verteilung also fast um ein Monopol, das von nur wenigen Unternehmen betrieben wird.

Gemäß dem EPIRA-Gesetz werden die Gebühren auf der Stromrechnung ebenfalls aufgeschlüsselt. So sind beispielsweise auf der Meralco-Rechnung die einzelnen Gebühren für Stromerzeugung, Übertragung, Verteilung, Steuern und Systemverluste aufgeführt.

Dies liegt daran, dass das Gesetz es erlaubt, die tatsächlichen Kosten der Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung über sogenannte Durchleitungsgebühren direkt an die Verbraucher weiterzugeben. Im Gegensatz dazu subventionieren andere Länder in Südostasien diese Stromrechnungen.

Ein weiterer Grund für die hohen Strompreise im Land ist die Abhängigkeit von Kohle und Erdgas, die aus dem Ausland importiert werden.

Wenn die Kohlepreise steigen, erhöhen sich auch die Erzeugungskosten auf ihrer Stromrechnung.

Aber warum kann das Land nicht in günstigere Alternativen aus erneuerbaren Energien investieren?

“Weil private Unternehmer nicht in erneuerbare Energien investieren. Um von erneuerbaren Energien zu profitieren – damit sich erneuerbare Energiequellen selbst tragen – muss man in Infrastruktur investieren, deren Amortisation 10 bis 15 Jahre dauern kann. Als Unternehmer wartet man nicht fünf oder zehn Jahre”, so Africa.

Meralco erklärte seinerseits, dass es das Vorhaben der Regierung zur Senkung der Strompreise unterstütze.

Doch selbst wenn die Systemverlustgebühren von der Stromrechnung entfernt würden, würde das nur eine Reduzierung um 5 Prozent bedeuten. – GMA News/KR

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