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China bestätigt zwei Tote vom Tag der Kollision eigener Schiffe bei Bajo de Masinloc

Peking, CHINA – Fast ein Jahr nach der spektakulären Kollision zweier chinesischer Schiffe bei Bajo de Masinloc gibt es erstmals eine offizielle chinesische Grundlage für die damals vermuteten Todesfälle. – klajoo.com – Auf einer staatlichen chinesischen Gedenkseite werden zwei Angehörige der China Coast Guard als „Märtyrer“ geführt, die am 11. August 2025 bei einem maritimen Einsatz im Südchinesischen Meer ums Leben kamen.

Reuters wertet die Einträge als erste erkennbare chinesische Bestätigung von Todesopfern im Zusammenhang mit dem Zwischenfall. Die chinesischen Behörden haben die Kollision selbst bis heute nicht ausdrücklich in einer offiziellen Darstellung eingeräumt. Auch die Gedenkeinträge beschreiben nicht Satz für Satz, dass die beiden Männer durch den Zusammenstoß starben. Datum, Einsatzgebiet und Aufgabenbeschreibung stimmen jedoch mit dem Tag und dem Kontext der Kollision überein.

21 und 25 Jahre alt

Genannt werden Yi Xinyu, 21 Jahre alt, und Cheng Long, 25 Jahre alt. Nach den chinesischen Angaben starben beide während eines Einsatzes zum Schutz chinesischer maritimer Ansprüche. Bei Yi wird ausdrücklich ein Fronteinsatz im Südchinesischen Meer genannt. Beide wurden posthum in das staatliche chinesische Gedenken aufgenommen.

Damit ist erstmals aus chinesischer offizieller Quelle bestätigt, dass mindestens zwei Angehörige der Küstenwache an diesem Tag während eines entsprechenden Einsatzes starben. Eine damals von philippinischer Seite genannte mögliche dritte vermisste Person wird durch die neuen Angaben dagegen nicht bestätigt.

Kollision während philippinischer Versorgungsmission

Peking, CHINA – Der Zwischenfall ereignete sich am 11. August 2025 in der Nähe von Bajo de Masinloc, international als Scarborough Shoal bekannt. Die Philippine Coast Guard war dort mit mehreren Schiffen unterwegs, um im Rahmen einer „Kadiwa“-Mission rund 35 philippinische Fischerboote mit Treibstoff und anderen Gütern zu versorgen.

Nach der damals veröffentlichten Darstellung der Philippine Coast Guard verfolgte das chinesische Küstenwachschiff CCG 3104 die BRP Suluan mit hoher Geschwindigkeit. Bei dem Manöver kollidierte das chinesische Küstenwachschiff mit einem Kriegsschiff der People’s Liberation Army Navy (PLAN), die Marine der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Der Bug des Küstenwachschiffs wurde schwer beschädigt; die philippinische Küstenwache bezeichnete es anschließend als nicht mehr seetüchtig.

Videoaufnahmen des Zwischenfalls zeigten, wie sich die chinesischen Schiffe während der Manöver sehr nahe kamen. Die Philippine Coast Guard bot nach der Kollision medizinische und weitere Hilfe an. Nach philippinischen Angaben wurde das Angebot von chinesischer Seite nicht angenommen.

Schon damals deuteten Suchbewegungen auf Opfer hin

Zwei Tage nach der Kollision erklärte die Philippine Coast Guard, chinesische Schiffe führten in dem Gebiet Suchmuster durch. Vor dem Aufprall seien außerdem Besatzungsmitglieder auf dem Vorschiff sichtbar gewesen, danach nicht mehr. Die Küstenwache sprach deshalb von einer starken Vermutung, dass es Opfer gegeben habe, konnte dies aber nicht unabhängig bestätigen.

Der damalige philippinische Nationale Sicherheitsberater Eduardo Año erklärte, zwei chinesische Besatzungsmitglieder seien ums Leben gekommen und eine weitere Person werde vermisst. China veröffentlichte dazu zunächst keine Opferbilanz.

Warum die spätere Bestätigung bedeutsam ist

Die jetzigen chinesischen Einträge ändern nicht die Bewertung der konkurrierenden Gebietsansprüche im Westphilippinischen Meer. Sie schließen aber eine seit August 2025 offene Tatsachenfrage zumindest teilweise: Der Zwischenfall hatte offenbar tödliche Folgen auf chinesischer Seite.

Bemerkenswert ist auch die Form der Bestätigung. Statt einer öffentlichen Unfalluntersuchung oder einer Mitteilung der China Coast Guard erfolgt sie über staatliche Ehrungen. Die Bezeichnung der beiden Männer als „Märtyrer“ ordnet ihren Tod in Chinas Darstellung der Einsätze zur Durchsetzung eigener maritimer Ansprüche ein.

Für die Dokumentation des Zwischenfalls ist deshalb weiterhin eine präzise Formulierung notwendig: Offizielle chinesische Daten bestätigen zwei Todesfälle am 11. August 2025 während eines maritimen Einsatzes in dem Gebiet. Sie liefern jedoch weiterhin keine vollständige chinesische Darstellung des Zusammenstoßes und keine öffentlich zugängliche Unfalluntersuchung.

Quellen: Reuters, 6. August 2026; Philippine Information Agency unter Berufung auf die Philippine Coast Guard, 13. August 2025; klajoo, Berichterstattung vom 11. August 2025. RM

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