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SWS: USA und Japan genießen unter ausgewählten Staaten das meiste Vertrauen

MANILA – Die Vereinigten Staaten und Japan erreichen in einer neuen Erhebung von Social Weather Stations, kurz SWS, die höchsten Vertrauenswerte unter den abgefragten Staaten. – klajoo.com – Die USA kamen auf einen Nettovertrauenswert von plus 42, Japan auf plus 36. Beide Ergebnisse werden von SWS als „gut“ eingeordnet.

Australien erreichte mit plus 29 eine „moderate“ Bewertung. Israel mit minus 5 und Russland mit minus 8 lagen nach der SWS-Skala im neutralen Bereich. China kam auf minus 16, Palästina auf minus 19 und Iran auf minus 23. Diese drei Werte werden als „schlecht“ eingestuft.

Was der Nettovertrauenswert bedeutet

Der Nettovertrauenswert ist kein Anteil der Befragten und darf nicht als Zustimmung von 42 Prozent zu den Vereinigten Staaten gelesen werden. SWS zieht den Anteil der Menschen mit geringem Vertrauen vom Anteil der Menschen mit hohem Vertrauen ab. Ein Wert von plus 42 bedeutet daher, dass der Anteil mit hohem Vertrauen den Anteil mit geringem Vertrauen um 42 Prozentpunkte übersteigt.

Die Erhebung fand vom 20. bis 29. Juni 2026 mit persönlichen Interviews unter 1.200 Erwachsenen statt. Jeweils 300 Befragte kamen aus Metro Manila, dem übrigen Luzon, den Visayas und Mindanao. Die statistische Fehlertoleranz beträgt für landesweite Prozentwerte plus oder minus drei Prozentpunkte und für die vier großen Gebiete jeweils plus oder minus sechs Prozentpunkte. Die Befragung war nach Angaben von SWS nicht von einem Auftraggeber finanziert.

Langfristig gegensätzliche Entwicklung bei USA und China

Das Vertrauen in die Vereinigten Staaten ist nach Angaben von SWS seit der ersten entsprechenden Befragung im Dezember 1994 durchgehend positiv. Die Werte schwankten zwischen plus 18 im Mai 2005 und plus 82 im Dezember 2013. Das aktuelle Ergebnis bleibt damit klar positiv, liegt aber deutlich unter den historischen Spitzenwerten.

China erreichte dagegen nur in neun von 74 SWS-Erhebungen seit August 1994 einen positiven Nettovertrauenswert. Der bisher höchste Wert lag im Juni 2010 bei plus 17. Im Juni 2024 wurde mit minus 54 der niedrigste Wert gemessen. Das aktuelle minus 16 ist wesentlich weniger negativ als dieser Tiefpunkt, zeigt aber weiterhin eine klare Vertrauenslücke gegenüber den USA, Japan und Australien.

Umfrage erklärt die Ursachen nicht

Naheliegend ist ein Zusammenhang mit den Konflikten im West Philippine Sea, den amerikanisch-philippinischen Verteidigungsbeziehungen und der engen wirtschaftlichen sowie sicherheitspolitischen Kooperation mit Japan und Australien. Die Erhebung fragt jedoch lediglich nach Vertrauen in ausgewählte Staaten. Sie weist nicht nach, welche Ereignisse oder politischen Themen die Antworten bestimmt haben.

Ebenso wenig ist der Wert eine Abstimmung über einzelne Regierungsentscheidungen. Menschen können einem Staat grundsätzlich vertrauen und dennoch eine konkrete Militär-, Handels- oder Außenpolitik ablehnen. Umgekehrt kann geringes Vertrauen in China bestehen, ohne dass alle Befragten dieselbe Haltung zu wirtschaftlicher Zusammenarbeit oder diplomatischen Gesprächen vertreten.

Die Ergebnisse zeigen damit vor allem die relative Ausgangslage: Unter den ausgewählten Ländern besitzen die traditionellen Partner USA, Japan und Australien deutlich mehr öffentliches Vertrauen als China. Für die Außenpolitik der philippinischen Regierung ist das ein wichtiger Hintergrund, ersetzt aber keine gesonderte Untersuchung zu Verteidigungsabkommen, Investitionen, Handel oder dem Umgang mit dem West Philippine Sea.

Quellen: Social Weather Stations, Second Quarter 2026 Social Weather Survey, Erhebungszeitraum 20. bis 29. Juni 2026; GMA News, Bericht zu den Nettovertrauenswerten ausgewählter Staaten, 7. August 2026; frühere SWS-Zeitreihen zum Vertrauen in die Vereinigten Staaten und China. RM

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