LUZON – Das Philippine Institute of Volcanology and Seismology, kurz PHIVOLCS, hat die Warnstufe für den Vulkan Mayon in der Provinz Albay am 5. August 2026 von Stufe 3 auf Stufe 2 gesenkt. – klajoo.com – Die Behörde sieht damit derzeit keine unmittelbar erhöhte Tendenz zu einer gefährlichen Eruption mehr. Der Vulkan befindet sich jedoch weiterhin in einem Zustand mäßiger Unruhe.
Die Herabstufung bedeutet keine vollständige Entwarnung. Die permanente Gefahrenzone in einem Radius von sechs Kilometern um den Gipfel bleibt für Bewohner, Besucher und Bergsteiger gesperrt. PHIVOLCS warnt weiterhin vor plötzlich auftretenden Explosionen, dem Zusammenbruch instabiler Lavaablagerungen, pyroklastischen Dichteströmen, Steinschlägen und Ascheniederschlag.
Aktivität seit Anfang Januar
Mayon war Anfang Januar zunächst auf Warnstufe 2 und wenige Tage später auf Warnstufe 3 gesetzt worden. Ausschlaggebend waren eine zunehmende Lava- und Lavadomaktivität sowie pyroklastische Ströme. Die Aktivität wurde überwiegend als effusive Eruption eingestuft: Magma trat dabei vergleichsweise langsam aus, anstatt in einer einzigen großen Explosion freigesetzt zu werden.
Noch im Juli wurden zeitweise sehr hohe Schwefeldioxidwerte gemessen. Solche Einzelwerte werden von PHIVOLCS jedoch gemeinsam mit vulkanischen Erdbeben, Bodenverformungen, sichtbarer Lavaaktivität und weiteren Messreihen bewertet. Die Herabstufung zeigt, dass das Gesamtbild inzwischen nicht mehr für Warnstufe 3 ausreicht.
Lahargefahr bei starkem Regen
Während starker oder länger anhaltender Regenfälle bleibt zusätzlich die Gefahr von Laharen bestehen. Dabei werden Asche, lockeres Vulkangestein und ältere Ablagerungen durch Wasser mobilisiert und als Schlamm- und Geröllströme durch Fluss- und Abflussrinnen transportiert.
Bewohner entlang bekannter Abflusswege müssen deshalb auch bei Warnstufe 2 auf Wetterwarnungen und Anweisungen der lokalen Katastrophenschutzbehörden achten. Flugzeuge sollen den unmittelbaren Bereich um den Gipfel weiterhin meiden, da Asche aus einer plötzlichen Explosion Triebwerke und andere technische Systeme beschädigen kann.
Folgen für Rückkehr und Tourismus
Die Provinzregierung von Albay kann nach der Herabstufung noch betriebene Evakuierungszentren schrittweise schließen. Rückkehrende Bewohner dürfen jedoch nicht in die permanente Sechs-Kilometer-Gefahrenzone zurückkehren.
Für Reisende bedeutet Warnstufe 2, dass Aufenthalte in den Städten und Gemeinden rund um den Mayon nicht grundsätzlich untersagt sind. Touren in die Gefahrenzone, Besteigungen und nicht genehmigte Annäherungen an den Vulkan bleiben verboten. Die Warnstufe kann erneut angehoben werden, wenn die Messwerte deutlich zunehmen.
Quellen: Philippine Institute of Volcanology and Seismology; Provinzregierung Albay; Philippine News Agency. RM







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