MANILA – Die philippinische Verkehrsbehörde hat innerhalb von zwei Monaten 226 Taxis und Busse wegen ihres schlechten oder ungepflegten Zustands beanstandet. – klajoo.com – Gegen die verantwortlichen Betreiber wurden förmliche Verfahren eingeleitet.
Die Land Transportation Franchising and Regulatory Board, kurz LTFRB, verlangt von ihnen eine Stellungnahme dazu, weshalb ihre Betriebsgenehmigungen nicht ausgesetzt oder entzogen werden sollten. Eine solche Aufforderung bedeutet noch nicht, dass über die Sanktion bereits entschieden wurde. Die Betreiber erhalten zunächst Gelegenheit, sich zu den festgestellten Mängeln zu äußern.
Die Kontrollen fanden im Juni und Juli 2026 statt. Von den insgesamt 226 beanstandeten Fahrzeugen waren:
- 178 Taxis und
- 48 Personenbusse.
Die Taxikontrollen konzentrierten sich vor allem auf Quezon City und Caloocan. Busse wurden unter anderem bei Straßenkontrollen an der Mindanao Avenue, der NIA Road, im Bereich Monumento sowie in der Nähe von Robinsons Antipolo überprüft.
Nach Angaben der LTFRB richteten sich die Einsätze besonders auf stark genutzte Verkehrsbereiche und Orte, aus denen häufiger Beschwerden von Fahrgästen gemeldet worden waren.
Nicht nur technische Mängel
Bei der Aktion ging es nicht ausschließlich um unmittelbar sicherheitsgefährdende technische Defekte. Die Verkehrsbehörde beanstandete auch Fahrzeuge, die deutlich vernachlässigt, verschmutzt oder für Fahrgäste nicht mehr zumutbar waren.
LTFRB-Chef Vigor Mendoza erklärte, Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel seien verpflichtet, ihre Fahrzeuge:
- verkehrssicher,
- sauber,
- ordnungsgemäß instand gehalten und
- für Fahrgäste in einem akzeptablen Zustand
zu halten.
Die Behörde spricht in ihrer Mitteilung ausdrücklich von heruntergekommenen, ungepflegten und übel riechenden Fahrzeugen. Damit macht sie deutlich, dass auch Sauberkeit und der allgemeine Zustand des Fahrgastraums als Teil der Betriebspflichten betrachtet werden.
Die derzeit veröffentlichten Angaben nennen allerdings keine genaue Aufschlüsselung, wie viele Fahrzeuge wegen technischer Sicherheitsmängel und wie viele ausschließlich wegen Sauberkeits- oder Instandhaltungsproblemen beanstandet wurden.
Betreiber müssen mögliche Sanktionen abwenden
Die Show Cause Order ist eine förmliche Aufforderung, mit der ein Betreiber erklären und gegebenenfalls belegen muss, warum die Verkehrsbehörde keine Sanktion gegen seine Betriebsgenehmigung verhängen sollte.
Abhängig vom festgestellten Verstoß und der Reaktion des Betreibers kommen unter anderem infrage:
- die Verpflichtung zur Reparatur oder Reinigung,
- eine vorübergehende Stilllegung des Fahrzeugs,
- eine Aussetzung der Betriebsgenehmigung oder
- bei schweren beziehungsweise wiederholten Verstößen deren Entzug.
Ob alle 226 Fahrzeuge unmittelbar aus dem Verkehr gezogen wurden, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht eindeutig hervor. Die LTFRB meldet ihre Beanstandung beziehungsweise Erfassung, nicht aber für jedes einzelne Fahrzeug die anschließend verhängte Maßnahme.
Franchise ist an den Zustand der Fahrzeuge gebunden
Die Aktion steht im Zusammenhang mit einer bereits im Januar angekündigten Verschärfung. Die LTFRB arbeitet an Regeln, nach denen Betriebsgenehmigungen für vernachlässigte öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr verlängert werden sollen.
Die Behörde hatte damals erklärt, dass ein Betreiber keinen automatischen Anspruch auf die weitere Nutzung seiner Konzession habe, wenn die eingesetzten Fahrzeuge in einem schlechten Zustand seien. Sicherheit und ein für Fahrgäste zumutbarer Betrieb seien grundlegende Voraussetzungen der Genehmigung.
Die neue Kontrollbilanz zeigt, dass die Behörde nicht bis zur nächsten Verlängerung der Betriebsgenehmigung warten will. Bei aktuellen Verstößen kann sie bereits vorher ein Verwaltungsverfahren einleiten.
Kontrollen sollen fortgesetzt werden
Die LTFRB kündigte weitere unangemeldete Kontrollen an. Diese sollen sich nicht nur auf Busse und Taxis beschränken, sondern auch Jeepneys und Fahrzeuge von appgestützten Fahrdiensten erfassen.
Für Fahrgäste bleibt dabei wichtig, zwischen einem äußerlich alten Fahrzeug und einem tatsächlich schlecht gewarteten Fahrzeug zu unterscheiden. Ein höheres Fahrzeugalter allein beweist noch nicht, dass ein Taxi, Bus oder Jeepney verkehrsunsicher ist. Entscheidend sind der technische Zustand, die Wartung, die Sauberkeit und die Einhaltung der gesetzlichen Betriebsvorgaben.
Die Behörde hat bislang keine vollständige Liste der betroffenen Betreiber, Kennzeichen oder einzelnen Verstöße veröffentlicht. Auch die Ergebnisse der Stellungnahmeverfahren stehen noch aus.
Quellen: Land Transportation Franchising and Regulatory Board; Philippine News Agency; LTFRB-Mitteilung vom 5. August 2026. RM







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