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Meralco muss weitere 9,5 Milliarden Peso erstatten – was Stromkunden davon haben

MANILA – Mehr als acht Millionen Kunden des philippinischen Stromversorgers Manila Electric Company, besser bekannt als Meralco, sollen eine weitere Rückerstattung auf ihren Stromrechnungen erhalten. – klajoo.com – Der Name Meralco stammt noch vom früheren Firmennamen „Manila Electric Railroad and Light Company“: Die Anfangsbuchstaben von Manila, Electric, Railroad, And und Light sowie die Abkürzung „Co“ für Company ergeben zusammen „Meralco“.

Das Unternehmen versorgte Manila ursprünglich nicht nur mit Strom und elektrischer Beleuchtung, sondern betrieb auch ein Straßenbahnnetz. Die Energy Regulatory Commission, kurz ERC, hat nun nach aktuellen Berichten die Rückzahlung von rund 9,51 Milliarden Peso angeordnet. Das entspricht derzeit etwa 138 Millionen Euro.

Die Rückerstattung soll nach den bisher veröffentlichten Angaben durchschnittlich 0,3448 Peso je verbrauchter Kilowattstunde betragen und innerhalb von sechs Monaten beziehungsweise bis zur vollständigen Auszahlung des Betrags erfolgen.
Die tatsächliche Gutschrift kann je nach Kundengruppe und Verbrauch von diesem Durchschnittswert abweichen.

Was die Rückerstattung für Haushalte bedeuten kann

Bei Anwendung des genannten Durchschnittswerts ergeben sich rechnerisch folgende monatliche Entlastungen:

  • bei 100 Kilowattstunden Verbrauch: 34,48 Peso,
  • bei 200 Kilowattstunden: 68,96 Peso,
  • bei 300 Kilowattstunden: 103,44 Peso,
  • bei 400 Kilowattstunden: 137,92 Peso,
  • bei 500 Kilowattstunden: 172,40 Peso.

Für einen Haushalt mit einem gleichbleibenden Verbrauch von 200 Kilowattstunden wären das über sechs Monate insgesamt rund 413,76 Peso. Bei monatlich 500 Kilowattstunden ergäbe sich rechnerisch eine Rückerstattung von rund 1.034,40 Peso.

Diese Beispiele sind lediglich Orientierungswerte. Entscheidend sind der tatsächliche Verbrauch, die jeweilige Kundengruppe und die von der ERC für diese Gruppe festgelegte Rückerstattungsrate.

Warum Meralco Geld zurückzahlen muss

Hintergrund ist das philippinische Verfahren zur nachträglichen Überprüfung regulierter Verteilungsentgelte. Dabei wird verglichen, welche durchschnittlichen Verteilungsentgelte ein Versorgungsunternehmen tatsächlich eingenommen hat und welche Einnahmen ihm nach den von der ERC genehmigten Tarifen zugestanden hätten.

Der dafür verwendete Begriff lautet Actual Weighted Average Tariff, kurz AWAT. Hat ein Versorger in einem geprüften Zeitraum mehr eingenommen als regulatorisch zulässig, muss die Differenz an die Kunden zurückgegeben werden. Bei zu niedrigen Einnahmen kann umgekehrt eine nachträgliche Einziehung beantragt werden.

Die Rückerstattung ist damit kein freiwilliger Preisnachlass von Meralco, sondern eine regulatorisch angeordnete Korrektur früherer Einnahmen.

Nicht mit der Rückerstattung über 14,17 Milliarden Peso verwechseln

Die neue Anordnung über rund 9,5 Milliarden Peso ist von einer bereits laufenden Rückerstattung zu unterscheiden.

Im April 2026 hatte die ERC Meralco angewiesen, noch ausstehende 14,17 Milliarden Peso schneller an die Kunden zurückzugeben. Diese Summe gehörte zu einer früheren Überprüfung der Verteilungsentgelte für den Zeitraum von Juli 2022 bis Dezember 2024.

Die Rückerstattung wurde dabei auf zwölf Monate verkürzt. Der durchschnittliche Abzug beträgt 0,2511 Peso je Kilowattstunde und erscheint auf den Rechnungen als eigener Posten mit der Bezeichnung „AWAT (Refund)/Collect“.

Bereits im April 2025 hatte Meralco mit der Rückzahlung von ursprünglich fast 20 Milliarden Peso begonnen. Damals war zunächst ein deutlich längerer Erstattungszeitraum vorgesehen worden.

Die jetzt gemeldeten 9,5 Milliarden Peso sind demnach keine bloße Wiederholung dieser älteren Entscheidung, sondern eine weitere Tarifkorrektur. Auf der Rechnung können deshalb zeitweise mehrere regulatorische Gutschriften oder verrechnete Anpassungen erscheinen.

Kunden müssen voraussichtlich keinen Antrag stellen

Bei den bisherigen AWAT-Rückerstattungen wurden die Beträge automatisch über die monatlichen Stromrechnungen gutgeschrieben. Kunden mussten dafür keinen gesonderten Antrag einreichen.

Auch bei der neuen Rückerstattung ist nach dem bisherigen Verfahren mit einer automatischen Verrechnung zu rechnen. Verbraucher sollten dennoch kontrollieren, wann die neue Gutschrift erstmals auf ihrer Rechnung erscheint und unter welcher Bezeichnung sie ausgewiesen wird.

Noch zu bestätigen sind insbesondere der genaue Beginn der Rückerstattung, die einzelnen Sätze für Wohn-, Gewerbe- und Industriekunden sowie der vollständig von der neuen Entscheidung erfasste Abrechnungszeitraum. – Quellen: Energy Regulatory Commission; GMA Integrated News; PhilSTAR Life; frühere ERC-Entscheidungen zu Meralcos AWAT-Rückerstattungen

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