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Eastern Samar testet Reissorten und Agrartechnik auf 150 Hektar

SAMAR – Rund 200 Landwirte in der Provinz Eastern Samar beteiligen sich an einem groß angelegten Vergleich verschiedener Reissorten, Düngemittel und moderner Anbaumethoden. – klajoo.com – Der Provincial Rice Derby 2026 umfasst etwa 150 Hektar landwirtschaftliche Demonstrationsflächen in den Barangays Gap-ang und Jicontol in Dolores. Die Aussaat begann am 15. Juli.

Der englische Begriff „Rice Derby“ bezeichnet keinen Wettbewerb mit einem sofortigen Sieger. Verschiedene Anbieter und Forschungspartner testen ihre Produkte und Verfahren unter möglichst vergleichbaren Bedingungen auf echten landwirtschaftlichen Flächen. Nach der Ernte sollen Landwirte und Fachleute beurteilen können, welche Verfahren unter den örtlichen Bedingungen tatsächlich gute Ergebnisse erzielen.

26 Unternehmen stellen Produkte vor

An dem Projekt beteiligen sich 26 Unternehmen. Sie präsentieren unter anderem:

  • Hybridsaatgut,
  • biologische Düngemittel,
  • konventionelle Mineraldünger,
  • Bodenverbesserungsmittel,
  • Blattdünger,
  • sogenannte nanobasierte Agrarprodukte,
  • sowie Dienstleistungen mit landwirtschaftlichen Drohnen.

Bei der Aussaat wurden unter anderem Verfahren zur präziseren Saatgutverteilung und drohnengestützte Aussaat demonstriert. Diese Techniken sollen eine gleichmäßigere Bepflanzung ermöglichen und den Bedarf an manueller Arbeit verringern.

Ob sie für die beteiligten Bauern tatsächlich wirtschaftlicher sind, steht aber erst nach der Auswertung fest. Geringere Arbeitskosten können beispielsweise durch höhere Ausgaben für Maschinen, Drohnenleistungen, Saatgut oder Betriebsmittel ausgeglichen werden.

Ergebnisse sollen bis zur Ernte überwacht werden

Die Demonstrationsflächen werden während der gesamten Anbausaison beobachtet. Nach der Ernte ist ein Feldtag geplant, bei dem Landwirte, Berater, Wissenschaftler und Unternehmen die Ergebnisse vergleichen können.

Entscheidend sind dabei nicht nur die Erntemengen. Für eine sinnvolle Bewertung müssen auch die Kosten je Hektar, der Arbeitsaufwand, die benötigte Menge an Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie mögliche Unterschiede bei Wasserbedarf und Widerstandsfähigkeit berücksichtigt werden.

Eine Sorte mit einem hohen Ertrag kann für kleinere Betriebe ungeeignet sein, wenn Saatgut und Betriebsmittel zu teuer sind. Umgekehrt kann eine etwas geringere Ernte wirtschaftlich sinnvoller sein, wenn die Produktionskosten deutlich niedriger ausfallen.

Klimaresistenz muss sich erst zeigen

Das Landwirtschaftsministerium bezeichnet das Projekt auch als Beitrag zu einer klimaresistenteren Reisproduktion.

Ob einzelne Sorten oder Verfahren tatsächlich besser mit Trockenperioden, Starkregen, Überschwemmungen, Schädlingen oder Pflanzenkrankheiten umgehen können, lässt sich jedoch nicht aus der Vorstellung der Produkte ableiten. Dafür müssen die Bedingungen während der gesamten Anbausaison dokumentiert und die Ergebnisse über möglichst mehrere Ernten verglichen werden.

Eine einzige Anbausaison kann erste Hinweise liefern. Sie reicht aber nicht aus, um die langfristige Eignung eines Produkts für Eastern Samar abschließend zu beurteilen.

Zusammenarbeit von Behörden, Forschung und Unternehmen

Geleitet wird der Rice Derby vom Regionalbüro 8 des Department of Agriculture. Weitere Partner sind die Provinzregierung von Eastern Samar, die Gemeinde Dolores, das Bureau of Soils and Water Management und das Philippine Rice Research Institute, kurz PhilRice.

Die Beteiligung staatlicher Forschungs- und Beratungsstellen ist wichtig, weil zahlreiche eingesetzte Produkte von privaten Unternehmen stammen. Die späteren Ergebnisse sollten deshalb nach einheitlichen Kriterien ausgewertet und nicht nur anhand der Werbeaussagen der jeweiligen Anbieter beurteilt werden.

Für die teilnehmenden Landwirte kann der Vergleich dennoch einen praktischen Vorteil bieten. Sie können neue Verfahren auf regionalen Böden und unter den tatsächlichen Wetterbedingungen beobachten, bevor sie selbst größere Summen in Saatgut, Dünger oder technische Dienstleistungen investieren.

Quellen: Department of Agriculture Regional Field Office 8; Philippine Information Agency; Provinzregierung Eastern Samar; Philippine Rice Research Institute

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