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Cebu und Bohol vereinbaren engere Zusammenarbeit unter dem Namen “SugBohol”

BOHOL – Die Provinzen Cebu und Bohol wollen ihre Zusammenarbeit unter dem gemeinsamen Namen “SugBohol” dauerhaft ausbauen. – klajoo.com – Der Name setzt sich aus “Sugbo”, der historischen und in Cebuano verwendeten Bezeichnung für Cebu, und Bohol zusammen.

Die Provinzregierung von Cebu hat Gouverneurin Pamela Baricuatro ermächtigt, ein entsprechendes Sisterhood Agreement mit Bohol zu unterzeichnen.

Die Vereinbarung soll die Zusammenarbeit der beiden benachbarten Inselprovinzen nicht auf ein einzelnes Projekt beschränken.

Vorgesehen sind gemeinsame Initiativen in den Bereichen Tourismus, Handel, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Umwelt und Katastrophenschutz.

Cebu und Bohol gehören bereits heute zu den wichtigsten miteinander verbundenen Wirtschafts- und Tourismusgebieten der Central Visayas.

Zwischen Cebu City und Tagbilaran sowie weiteren Häfen verkehren täglich zahlreiche Schnellfähren und andere Passagierschiffe.

Viele Reisende kombinieren Cebu und Bohol innerhalb einer Reise.

Cebu dient dabei häufig als internationales oder nationales Eingangstor, während Bohol mit Panglao, den Chocolate Hills, Tarsier-Schutzgebieten und weiteren Natur- und Kulturzielen Besucher anzieht.

Eine gemeinsame Tourismusstrategie könnte diese ohnehin bestehenden Reisebewegungen besser organisieren.

Denkbar sind abgestimmte Reiserouten, gemeinsame Werbung, Veranstaltungsprogramme und Informationen über Fährverbindungen.

Auch kleinere Gemeinden könnten davon profitieren, wenn sich die Vermarktung nicht allein auf Cebu City, Mactan, Panglao und die Chocolate Hills konzentriert.

Die Vereinbarung geht jedoch über Tourismus hinaus.

Beide Provinzen wollen nach bisherigen Angaben auch Handel, Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern.

Cebu verfügt über einen großen Dienstleistungs-, Industrie- und Logistiksektor.

Bohol besitzt eine stärker landwirtschaftlich und touristisch geprägte Wirtschaftsstruktur und entwickelt zugleich neue Gewerbe- und Dienstleistungsangebote.

Eine engere Verbindung könnte Produzenten auf Bohol den Zugang zu größeren Märkten, Verarbeitungsbetrieben und Logistikangeboten in Cebu erleichtern.

Umgekehrt können Unternehmen aus Cebu neue Investitions- und Absatzmöglichkeiten in Bohol erhalten.

Besondere Bedeutung besitzt die Zusammenarbeit beim Katastrophenschutz.

Cebu und Bohol sind durch eine relativ schmale Meeresstraße getrennt und häufig von denselben Wetterereignissen betroffen.

Taifune, Starkregen, Erdbeben und Störungen im Schiffsverkehr können beide Provinzen gleichzeitig treffen.

Gemeinsame Notfallpläne, gegenseitige Unterstützung und abgestimmte Transportwege können deshalb praktischer sein als ausschließlich getrennte Vorbereitungen.

Cebu und Bohol haben bereits eine zusätzliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit beim Katastrophenrisikomanagement vorbereitet.

Dabei kann es unter anderem um gemeinsame Übungen, Informationsaustausch, Rettungsausrüstung und die gegenseitige Unterstützung nach größeren Ereignissen gehen.

Auch Hochschulen und staatliche Einrichtungen verwenden „SugBohol“ bereits als Rahmen für regionale Zusammenarbeit.

Im Februar und März 2026 fanden Treffen von Hochschulen und weiteren Institutionen aus Cebu und Bohol statt.

Dabei ging es unter anderem um Bildung, Gesundheit, Umwelt, Katastrophenvorsorge, Innovation und Freiwilligenarbeit.

Die politische Grundlage für die Provinzpartnerschaft entstand bereits 2024.

Damals hielten die Provinzparlamente von Cebu und Bohol eine gemeinsame Sitzung ab und erklärten ihren Willen, eine formelle Schwesterprovinz-Vereinbarung aufzubauen.

Die aktuelle Ermächtigung der neuen Cebu-Gouverneurin führt diese frühere Initiative weiter.

Eine Vereinbarung allein garantiert jedoch noch keine konkreten Verbesserungen.

Entscheidend wird sein, welche Projekte tatsächlich beschlossen, finanziert und umgesetzt werden.

Für Reisende wären beispielsweise bessere aufeinander abgestimmte Fährfahrpläne, einheitliche Informationen und verlässliche Anschlüsse greifbarer als eine allgemeine Marketingkampagne.

Für die Wirtschaft müssten konkrete Handels-, Logistik- oder Investitionsprojekte folgen.

Beim Katastrophenschutz wären gemeinsame Übungen und klar geregelte gegenseitige Hilfe notwendig.

Auch die Finanzierung muss transparent bleiben.

Gemeinsame Werbekampagnen, Veranstaltungen und Verwaltungsstellen dürfen nicht lediglich zusätzliche Ausgaben erzeugen, ohne nachweisbare Vorteile für Bewohner und Unternehmen zu bringen.

Die Provinzen sollten deshalb einen öffentlichen Arbeitsplan mit Projekten, Zuständigkeiten, Budgets und Zeiträumen vorlegen.

Ebenso wichtig ist, dass kleinere Städte und Gemeinden beteiligt werden.

Eine Zusammenarbeit, die sich hauptsächlich auf die Provinzhauptstädte, große Unternehmen und bekannte Touristenziele konzentriert, würde einen erheblichen Teil beider Inseln nicht erreichen.

„SugBohol“ kann zu einer stärkeren gemeinsamen Region im Zentrum der Visayas werden.

Ob daraus mehr als ein einprägsamer Name entsteht, wird sich aber erst an konkreten Verkehrs-, Wirtschafts-, Bildungs- und Katastrophenschutzprojekten zeigen. – Quelle: Provinzregierung Cebu, Provinzregierung Bohol und Regional Development Council Central Visayas / RM

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