NEGROS – Alle 75 öffentlichen Grund- und weiterführenden Schulen in Bacolod City sollen tragbare Metalldetektoren für Eingangskontrollen erhalten. – klajoo.com – Private Spender stellten der Stadt insgesamt 200 Geräte zur Verfügung. Bürgermeister Greg Gasataya übergab sie am 28. Juli an die örtliche Schulverwaltung.
Die Schulen sollen die Geräte einsetzen, um Schüler, Beschäftigte und Besucher beim Betreten des Geländes auf Waffen und andere gefährliche Gegenstände zu kontrollieren.
Wie viele Metalldetektoren jede Schule erhält, entscheidet die Schools Division von Bacolod City.
Rechnerisch stehen etwas weniger als drei Geräte je Schule zur Verfügung. Die tatsächliche Verteilung soll sich jedoch nach Größe, Zahl der Eingänge und Sicherheitsbedarf richten.
Die Bacolod City National High School setzt bereits seit Juni Metalldetektoren bei Kontrollen am Eingang ein.
Die Stadt bereitet außerdem den Kauf fest installierter Durchgangsdetektoren vor. Die Schulverwaltung hat bereits vorgeschlagen, wie viele Geräte benötigt werden und an welchen Schulen eine Installation möglich ist.
Nicht jedes Schulgebäude verfügt über geeignete Eingänge, Stromanschlüsse oder ausreichend Platz für solche Anlagen.
Die neuen Kontrollen sind Teil einer landesweiten Verschärfung der Schulsicherheit.
Auslöser war ein tödlicher Schusswaffenangriff an der San Jose National High School in Tacloban City im Juni.
Nach diesem Vorfall ordnete das Department of Education zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an. Die Philippine National Police forderte ihre örtlichen Einheiten auf, gemeinsam mit Schulen Übungen für bewaffnete Angriffe durchzuführen.
Auch in Bacolod finden inzwischen entsprechende Simulationen statt.
Dabei üben Polizei und Schulpersonal, wie sie reagieren sollen, wenn eine bewaffnete Person auf das Schulgelände gelangt oder innerhalb eines Gebäudes Schüsse abgibt.
Solche Übungen behandeln unter anderem Alarmierung, Abriegelung von Räumen, Evakuierung, medizinische Erstversorgung und das Vorgehen eintreffender Polizeikräfte.
Dass philippinische Schulen inzwischen Metalldetektoren und Übungen für bewaffnete Angriffe benötigen, ist bedrückend.
Schulen sollen Orte sein, an denen Kinder lernen können, ohne bei jedem Betreten wie an einem Flughafen oder vor einem Gerichtsgebäude kontrolliert zu werden.
Die Geräte zeigen jedoch, dass Städte und Schulbehörden das Risiko bewaffneter Vorfälle nicht mehr als rein theoretisch betrachten.
Metalldetektoren können das Mitführen metallischer Waffen erschweren und eine abschreckende Wirkung haben.
Sie lösen das Sicherheitsproblem aber nicht allein.
Ein tragbares Gerät ist nur wirksam, wenn ausreichend geschultes Personal vorhanden ist, Kontrollen konsequent durchgeführt werden und bei einem Fund klare Abläufe gelten.
Werden mehrere hundert oder tausend Schüler innerhalb kurzer Zeit durch wenige Eingänge gelassen, können gründliche Kontrollen zu langen Warteschlangen führen.
Oberflächliche Kontrollen beschleunigen den Einlass, verringern aber die Wahrscheinlichkeit, einen gefährlichen Gegenstand tatsächlich zu finden.
Hinzu kommt, dass Metalldetektoren nicht zwischen einer Waffe und harmlosen Metallgegenständen unterscheiden.
Gürtelschnallen, Schlüssel, Mobiltelefone, Trinkflaschen und Schulmaterial können einen Alarm auslösen.
Das Personal muss deshalb entscheiden, wann eine weitere Kontrolle erforderlich ist und wie dabei die Würde der betroffenen Person geschützt wird.
Körperkontrollen und Durchsuchungen von Taschen benötigen klare Regeln.
Schüler dürfen nicht willkürlich herausgegriffen, bloßgestellt oder aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder früherer Konflikte häufiger kontrolliert werden.
Besondere Vorsicht ist bei jüngeren Kindern sowie bei Schülern mit Behinderungen oder neurodivergenten Bedürfnissen notwendig. Ungewohnte Kontrollen, Berührungen und laute Alarmsignale können bei ihnen erheblichen Stress auslösen.
Die Schulverwaltung muss außerdem festlegen, ob Kontrollen nur Schüler betreffen oder auch Lehrkräfte, Lieferanten, Eltern und andere Besucher.
Eine Kontrolle, die sich ausschließlich auf Kinder konzentriert, während Erwachsene andere Eingänge benutzen können, würde erhebliche Sicherheitslücken lassen.
Metalldetektoren verhindern zudem keine Gewalt, die außerhalb des Schulgeländes beginnt oder mit nicht metallischen Gegenständen ausgeübt wird.
Sie ersetzen weder psychologische Betreuung noch funktionierende Meldesysteme für Drohungen, Mobbing, familiäre Gewalt und auffälliges Verhalten.
Viele schwere Vorfälle entwickeln sich nicht völlig ohne Vorzeichen.
Mitschüler, Lehrkräfte oder Angehörige können zuvor Drohungen, Konflikte, Waffenbesitz oder drastische Verhaltensänderungen wahrgenommen haben.
Entscheidend ist, ob solche Hinweise ernst genommen werden und eine Stelle vorhanden ist, an die sich Schüler vertraulich wenden können.
Auch bewaffnete Polizeipräsenz allein schafft nicht automatisch Sicherheit.
Sie kann die Reaktionszeit verkürzen, darf aber nicht dazu führen, dass alltägliche Konflikte zwischen Schülern unnötig kriminalisiert werden.
Schulen benötigen deshalb ein ausgewogenes Sicherheitskonzept aus Zugangskontrollen, geschultem Personal, baulicher Sicherung, Notfallplänen, psychosozialer Unterstützung und frühzeitiger Konfliktbearbeitung.
Für Bacolod bleibt offen, wie die täglichen Kontrollen konkret organisiert werden.
Noch nicht bekannt ist, wer die Geräte bedienen soll, welche Schulungen vorgesehen sind, ob zusätzliches Sicherheitspersonal eingestellt wird und welche Regeln für Durchsuchungen gelten.
Auch die Kosten der geplanten fest installierten Durchgangsdetektoren wurden noch nicht veröffentlicht.
Die 200 gespendeten Geräte sind damit ein sichtbarer erster Schritt.
Ob sie die Schulen tatsächlich sicherer machen, wird jedoch weniger von ihrer Zahl als von den Verfahren abhängen, in die sie eingebunden werden. – Quelle: Stadtverwaltung Bacolod, Department of Education, Bacolod City Police Office und Philippine News Agency / RM







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