LUZON – Maßnahmen zu Fischerei, Küstenschutz, maritimer Sicherheit und Entwicklung koordinieren. – klajoo.com – Das Department of the Interior and Local Government arbeitet dazu mit zehn Provinzen zusammen, die unmittelbar an die West Philippine Sea angrenzen.
Acht dieser Provinzen haben inzwischen Verordnungen, Anordnungen oder Resolutionen zur Einrichtung entsprechender Räte verabschiedet.
Dabei handelt es sich um Palawan, Ilocos Norte, Ilocos Sur, La Union, Pangasinan, Zambales, Occidental Mindoro und Bataan.
In Batangas und Batanes stehen weitere regionale Veranstaltungen und organisatorische Schritte noch aus.
Die Räte sollen als dauerhafte Koordinierungsstellen innerhalb der Provinzverwaltungen arbeiten. Sie überwachen die Umsetzung eigener Aktionspläne und bringen Kommunen, nationale Behörden, Fischerorganisationen, Hochschulen und zivilgesellschaftliche Gruppen zusammen.
Zu ihren Aufgaben gehören der Schutz mariner Ressourcen, Unterstützung für Fischer, Information der Bevölkerung, Katastrophenvorsorge und die Einbindung maritimer Fragen in regionale Entwicklungspläne.
Die Initiative erweitert den Blick auf die West Philippine Sea. In der öffentlichen Debatte stehen häufig Konfrontationen mit chinesischen Schiffen, militärische Übungen und außenpolitische Erklärungen im Mittelpunkt.
Für die Küstenprovinzen geht es jedoch zugleich um Fischbestände, Einkommen, Hafeninfrastruktur, Sturmrisiken, Umweltschutz und den Zugang zu traditionellen Fanggebieten.
Die lokalen Räte übernehmen keine militärischen oder diplomatischen Aufgaben. Außenpolitik, Landesverteidigung und Einsätze der Küstenwache bleiben Sache der nationalen Regierung.
Die Provinzen können aber Informationen aus den Küstengemeinden sammeln, Hilfsprogramme koordinieren und lokale Entwicklungsmaßnahmen mit der nationalen West-Philippine-Sea-Politik abstimmen.
La Union gilt nach Angaben des Innenministeriums als frühes Beispiel. Dort hat der Provinzrat bereits mit der Umsetzung eines auf drei Jahre angelegten Aktionsplans begonnen.
Die Gremien sollen verhindern, dass lokale Initiativen nach einzelnen Konferenzen oder politischen Kampagnen wieder enden. Durch eine feste Verankerung in der Provinzverwaltung sollen Zuständigkeiten, Finanzierung und Rechenschaftspflichten klarer werden.
Von besonderer Bedeutung ist die Einbindung der Fischer. Sie sind von Einschränkungen und Zwischenfällen auf See unmittelbar betroffen, werden in strategischen Debatten aber nicht immer ausreichend berücksichtigt.
Lokale Räte können Informationen über beschädigte Ausrüstung, verlorene Fangtage, unsichere Gebiete und wirtschaftliche Folgen systematischer erfassen.
Auch der Schutz von Korallenriffen, Mangroven und anderen Küstenökosystemen gehört zum Aufgabenfeld. Diese Gebiete sind für Fischbestände, Küstenschutz und Tourismus wichtig.
Unklar ist bislang, welche eigenen Budgets die Räte erhalten und wie ihre Arbeit zwischen den Provinzen vergleichbar bewertet wird.
Ohne feste Finanzierung besteht das Risiko, dass die Gremien vor allem Sitzungen und Informationskampagnen durchführen, aber nur begrenzte konkrete Unterstützung leisten können.
Das Innenministerium hofft langfristig auf eine Übernahme des Modells durch weitere Provinzen. Nicht jede Küstenregion liegt unmittelbar an der West Philippine Sea, viele stehen jedoch vor ähnlichen Problemen bei Fischerei, Umwelt und maritimer Katastrophenvorsorge. – Quelle: Department of the Interior and Local Government und Philippine Information Agency / RM







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