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Luzon

Alle Kommunen der Cordillera an staatliches Breitbandnetz angeschlossen

LUZON – Alle Provinzen, Städte und Gemeinden der Cordillera Administrative Region sind nach Angaben des Department of Information and Communications Technology inzwischen an das staatliche Breitbandnetz angebunden. – klajoo.com – Das Projekt soll lokalen Behörden schnellere und verlässlichere Internetverbindungen zur Verfügung stellen. Dadurch können Verwaltungsdienste digital angeboten und Daten zwischen nationalen, regionalen und kommunalen Stellen schneller ausgetauscht werden.

Für Bewohner der Bergregion kann dies lange und teure Fahrten zu Behörden verringern. Viele Gemeinden der Cordillera liegen weit von den Provinzhauptstädten oder Baguio City entfernt.

Anträge, Genehmigungen und Zahlungen mussten bislang teilweise persönlich erledigt werden. Bei langen Wegen, begrenztem öffentlichem Verkehr und wetterbedingten Straßensperren kann ein einzelner Behördengang einen ganzen Tag oder länger beanspruchen.

Über zuverlässige Verbindungen können Kommunen beispielsweise elektronische Gewerbeanmeldungen, Genehmigungsverfahren, Zahlungen und andere Verwaltungsleistungen anbieten.

Das staatliche Netz kann außerdem Schulen, Gesundheitsstellen, Katastrophenschutz und andere öffentliche Einrichtungen unterstützen. Welche Einrichtungen unmittelbar angeschlossen sind, hängt jedoch von den örtlichen Verteilnetzen und der vorhandenen Technik ab.

Die Anbindung der Kommunalverwaltung bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Haushalte in der Region nun über schnelles Internet verfügen.

Das National Broadband beziehungsweise National Backbone Network bildet zunächst die grundlegende Verbindung zwischen staatlichen Standorten. Für den Zugang privater Haushalte und Unternehmen sind weiterhin Telekommunikationsanbieter, lokale Funknetze und die sogenannte letzte Meile erforderlich.

Gerade in der Cordillera ist diese letzte Strecke besonders schwierig. Berge, Täler, dünne Besiedlung und instabile Hänge erschweren den Bau von Glasfaserleitungen und Mobilfunkmasten.

Hinzu kommen Taifune, Erdrutsche und Stromausfälle. Eine Leitung oder Funkstation kann technisch vorhanden sein, aber ohne zuverlässige Energieversorgung und alternative Verbindungen bei einem Ausfall nur eingeschränkt helfen.

Das DICT hatte zuvor einen mehrjährigen Ausbau angekündigt. Geplant war unter anderem eine Glasfaserverbindung mit hoher Kapazität von La Union nach Baguio sowie die Weiterverteilung über Funkstandorte auf Bergen.

Frühere Planungen gingen davon aus, bis 2030 mindestens 80 Prozent der Kommunen in ein regionales Breitbandnetz einzubinden. Die nun gemeldete vollständige Verbindung der kommunalen Verwaltungen wäre damit ein schnellerer Fortschritt als zunächst erwartet.

Entscheidend ist jedoch, was mit „angeschlossen“ gemeint ist. Eine bestehende Verbindung sagt noch nichts über Geschwindigkeit, verfügbare Kapazität, tägliche Ausfallzeiten und tatsächliche Nutzung durch die Behörden aus.

Für eine belastbare Bewertung sollte das DICT deshalb veröffentlichen, welche Bandbreiten den einzelnen Kommunen zur Verfügung stehen und welche digitalen Dienste bereits funktionieren.

Auch der Schutz der Netze ist wichtig. Je mehr Verwaltungsprozesse digital abgewickelt werden, desto größer werden die Risiken durch Cyberangriffe, Datenverlust und unberechtigte Zugriffe.

Kommunen benötigen deshalb nicht nur eine Internetleitung, sondern geschultes Personal, sichere Systeme, Datensicherungen und klare Verfahren für Störungen.

Trotz dieser offenen Punkte ist der Ausbau für die Cordillera von großer Bedeutung. Eine leistungsfähige staatliche Verbindung kann geografische Nachteile verringern und Behörden, Schulen und Gesundheitseinrichtungen in entlegenen Berggemeinden besser mit regionalen und nationalen Stellen verbinden. – Quelle: Department of Information and Communications Technology und Philippine News Agency / RM

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