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Immer mehr philippinische Banken schaffen Gebühren für digitale Überweisungen ab

MANILA – Immer mehr philippinische Banken bieten Überweisungen über InstaPay und PESONet inzwischen kostenlos oder zu deutlich niedrigeren Gebühren an. – klajoo.com – Eine aktualisierte Übersicht der Bangko Sentral ng Pilipinas zeigt, dass zahlreiche große Geschäftsbanken ihre Gebühren im Juli vollständig gestrichen haben.

Andere Anbieter bieten eine begrenzte Zahl kostenloser Überweisungen, zeitlich befristete Aktionen oder niedrigere Festpreise an.

Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die zunächst durch einzelne Ankündigungen sichtbar wurde. BPI schaffte seine Gebühren für private Überweisungen über InstaPay und PESONet zum 1. Juli ab. In den folgenden Tagen folgten unter anderem BDO, LandBank, Metrobank, Chinabank, PNB, RCBC, Security Bank und weitere Institute mit vollständigen oder teilweisen Gebührensenkungen.

Auch EastWest weist für Privatkunden kostenlose Überweisungen über beide Systeme aus. Die Gebührenfreiheit für InstaPay gilt dort nach der BSP-Übersicht ab dem 15. Juli.

InstaPay und PESONet erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

InstaPay ist für schnelle Überweisungen gedacht. Das Geld wird gewöhnlich innerhalb kurzer Zeit auf dem Empfängerkonto oder in der E-Wallet gutgeschrieben. Das System wird häufig für kleinere alltägliche Zahlungen genutzt.

PESONet arbeitet als elektronisches Verrechnungssystem, bei dem Aufträge zu festgelegten Zeiten gesammelt und verarbeitet werden. Es eignet sich unter anderem für größere oder weniger zeitkritische Überweisungen.

Die Gebührensenkungen folgen auf eine Änderung des regulatorischen Rahmens durch die Bangko Sentral ng Pilipinas. Nachdem ein mehrjähriges Moratorium auf Gebührenänderungen aufgehoben wurde, konnten Banken ihre Preise neu festlegen.

Das führte nicht – wie zunächst teilweise befürchtet – zu einer allgemeinen Gebührenerhöhung. Stattdessen nutzten zahlreiche große Institute die neue Flexibilität, um kostenlose Überweisungen als Wettbewerbsvorteil anzubieten.

Die Entwicklung dürfte auch durch Digitalbanken und E-Wallets beschleunigt worden sein. Kunden können Konten heute leichter vergleichen und wechseln. Eine Gebühr von zehn oder 25 Peso pro Überweisung fällt bei häufigen Transaktionen deutlich ins Gewicht.

Trotzdem sind digitale Überweisungen nicht bei allen Anbietern generell kostenlos.

Einige Digitalbanken gewähren nur eine bestimmte Anzahl kostenloser Überweisungen pro Woche oder Monat. Andere verlangen nach Ablauf einer Aktion wieder Gebühren.

Netbank bietet beispielsweise nach der BSP-Tabelle kostenlose Überweisungen nur bis Ende Juli an und will danach fünf Peso berechnen.

GoTyme bietet eine begrenzte Zahl kostenloser InstaPay-Überweisungen pro Monat; anschließend fällt eine Gebühr an. Bei CIMB sind nur bestimmte Transaktionen beziehungsweise die ersten Überweisungen kostenlos.

Auch E-Wallets bleiben teilweise gebührenpflichtig. Für Überweisungen aus GCash oder Maya können weiterhin Gebühren anfallen, obwohl viele klassische Bankkonten Überweisungen inzwischen kostenlos anbieten.

„Kostenlos“ kann außerdem an einen bestimmten Kanal gebunden sein. Eine Überweisung in der mobilen App kann kostenfrei sein, während dieselbe Transaktion in einer Filiale oder über ein Geschäftskonto anders berechnet wird.

Unternehmenskunden unterliegen häufig anderen Preisregeln als Privatkunden. Auch Cash-in, Bargeldabhebung, internationale Überweisungen und Fremdwährungsumtausch sind von der Gebührenfreiheit für InstaPay oder PESONet nicht automatisch erfasst.

Die BSP-Tabelle ist deshalb eine Momentaufnahme. Kunden sollten vor jeder größeren oder wiederkehrenden Nutzung im Preisverzeichnis beziehungsweise in der App ihres Anbieters prüfen, ob die Gebührenfreiheit dauerhaft, befristet oder an Bedingungen geknüpft ist.

Für Verbraucher ist die Entwicklung dennoch bedeutsam. Wer regelmäßig Geld zwischen Banken, Familienkonten oder E-Wallets überweist, kann jährlich erhebliche Gebühren sparen. – Quelle: Bangko Sentral ng Pilipinas / Bankenangaben / RM

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