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Manila

DOH gibt erste große Lieferung von HIV-Medikamenten zur Verteilung frei

MANILA – Das philippinische Gesundheitsministerium hat 455.188 Flaschen eines wichtigen HIV-Medikaments nach Abschluss der Qualitätsprüfung zur Verteilung an Behandlungszentren freigegeben. – klajoo.com – Die Lieferung soll einen zuletzt entstandenen Engpass bei der Versorgung mit antiretroviralen Arzneimitteln entschärfen.

Bei dem Medikament handelt es sich um die feste Wirkstoffkombination TLD. Die Abkürzung steht für Tenofovir, Lamivudin und Dolutegravir. Die drei Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen Stellen in die Vermehrung des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) ein und werden gemeinsam in einer Tablette verabreicht.

TLD wird von der Weltgesundheitsorganisation als bevorzugte Kombination für die Erstbehandlung vieler Menschen mit HIV empfohlen. Dolutegravir wirkt stark gegen die Virusvermehrung, ist vergleichsweise gut verträglich und besitzt eine hohe Barriere gegen die Entwicklung von Resistenzen.

Antiretrovirale Medikamente beseitigen HIV nicht vollständig aus dem Körper. Bei konsequenter täglicher Einnahme können sie die Virusmenge jedoch so weit reduzieren, dass das Immunsystem geschützt wird und Menschen mit HIV langfristig gesund leben können.

Eine kontinuierliche Versorgung ist dabei besonders wichtig. Werden Medikamente längere Zeit nicht eingenommen, kann sich das Virus wieder stärker vermehren. Dadurch steigt das Risiko einer gesundheitlichen Verschlechterung und unter bestimmten Umständen auch einer Resistenz gegen einzelne Wirkstoffe.

Das Gesundheitsministerium hatte zuvor Behandlungszentren angewiesen, manchen Patienten vorübergehend nur Vorräte für etwa zwei Wochen auszuhändigen. Grund waren Verzögerungen bei der Nachlieferung, nicht ein grundsätzlicher Verzicht auf die Behandlung.

Die jetzt freigegebenen 455.188 Flaschen bilden die erste große Tranche einer Beschaffung von insgesamt rund 1,2 Millionen Flaschen. Weitere Lieferungen werden erwartet. Nach der zentralen Freigabe müssen die Arzneimittel noch an die regionalen HIV-Behandlungszentren und Kliniken verteilt werden.

Damit ist der Engpass nicht automatisch an jedem Ort gleichzeitig beendet. Entscheidend ist, wann die einzelnen Behandlungszentren ihre Lieferungen erhalten und wie groß ihr jeweiliger Patientenbestand ist.

Die Versorgung gewinnt zusätzlich an Bedeutung, weil die Zahl der HIV-Infektionen auf den Philippinen stark zunimmt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation lebten 2025 rund 252.800 Menschen im Land mit HIV. Im selben Jahr wurden durchschnittlich etwa 57 neue Diagnosen pro Tag registriert.

Die Philippinen gehören damit zu den Ländern mit dem stärksten Anstieg der HIV-Fälle im asiatisch-pazifischen Raum. Gleichzeitig kennen nicht alle Betroffenen ihren Status, und ein Teil der diagnostizierten Patienten erhält noch keine dauerhaft wirksame Behandlung.

Die aktuelle Lieferung ist deshalb mehr als eine gewöhnliche Arzneimittelbeschaffung. Sie soll verhindern, dass laufende Therapien unterbrochen werden und Behandlungszentren ihre Ausgabemengen weiter begrenzen müssen.

Patienten sollten ihre Einnahme nicht eigenständig verändern oder Medikamente aufteilen. Bei Problemen mit der Versorgung ist das zuständige HIV-Behandlungszentrum die richtige Anlaufstelle. – Quelle: Department of Health / Philippine News Agency / Weltgesundheitsorganisation / RM

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