MANILA – Das Bureau of Immigration hat bei Einsätzen in Rizal, Bohol und Baguio drei ausländische Staatsangehörige wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das philippinische Einwanderungsrecht festgenommen. – klajoo.com – In Cainta in der Provinz Rizal nahmen Ermittler einen 35-jährigen Staatsangehörigen Kameruns fest. Nach Angaben der Einwanderungsbehörde hielt er sich bereits deutlich länger im Land auf, als es seine Aufenthaltsgenehmigung erlaubte.
In Sagbayan auf Bohol wurde ein 53-jähriger türkischer Staatsangehöriger festgenommen, dem ebenfalls ein langjähriger Overstay vorgeworfen wird. Als Overstay gilt, wenn ein Ausländer nach Ablauf seines genehmigten Aufenthalts im Land bleibt, ohne rechtzeitig eine Verlängerung oder einen anderen legalen Aufenthaltsstatus erhalten zu haben.
Der dritte Einsatz fand in Baguio statt. Dort trafen die Beamten einen 60-jährigen Italiener an, der nach Angaben des BI mit einem Touristenstatus als Koch gearbeitet haben soll. Ein Touristenvisum beziehungsweise eine visumfreie touristische Einreise erlaubt grundsätzlich keine reguläre Beschäftigung. Wer auf den Philippinen arbeitet, benötigt abhängig von Tätigkeit und Aufenthaltsdauer eine passende Arbeitserlaubnis sowie einen entsprechenden Einwanderungsstatus.
Die drei Männer befinden sich nach Angaben des BI in behördlichem Gewahrsam. Gegen sie wurden Abschiebungsverfahren eingeleitet. Die Festnahme und die Einleitung eines solchen Verfahrens sind noch kein strafrechtliches Urteil. Die Einwanderungsbehörde muss die jeweiligen Verstöße im Verwaltungsverfahren feststellen.
Die Fälle stehen in einer Reihe weiterer BI-Einsätze der vergangenen Wochen. In Pampanga wurden zuletzt 14 südkoreanische Staatsangehörige festgenommen, die nach Angaben der Behörde in einem nicht genehmigten Backoffice gearbeitet haben sollen.
Auf Siargao nahm das BI außerdem ein neuseeländisch-schweizerisches Paar fest. Beiden wird vorgeworfen, mit Touristenvisa ein Resort betrieben zu haben. Auch dort geht es um den Unterschied zwischen einem erlaubten Besuch und einer wirtschaftlichen beziehungsweise beruflichen Tätigkeit.
Die wiederkehrenden Meldungen zeigen vor allem, dass das BI seine Kontrollen außerhalb Metro Manilas verstärkt und häufiger gemeinsam mit regionalen Ermittlungsstellen durchführt. Sie belegen jedoch nicht automatisch, dass die Zahl der Verstöße insgesamt im gleichen Umfang gestiegen ist. Ein Teil der Häufung kann auch auf intensivere Kontrollen und eine offensivere Veröffentlichungspraxis der Behörde zurückzuführen sein.
Bei den Verfahren lassen sich drei häufige Problemgruppen unterscheiden:
- Erstens überschreiten Ausländer ihren genehmigten Aufenthalt und kümmern sich nicht rechtzeitig um eine Verlängerung.
- Zweitens nehmen sie mit einem Touristenstatus eine bezahlte Beschäftigung auf.
- Drittens betreiben oder führen sie ein Unternehmen, obwohl ihr Aufenthalts- und Arbeitsstatus dafür nicht ausreicht.
Eine Beteiligung an einem Unternehmen und eine tatsächliche operative Tätigkeit sind rechtlich nicht immer dasselbe. Ausländische Investoren können unter bestimmten Voraussetzungen Unternehmensanteile halten. Wer jedoch vor Ort regelmäßig arbeitet, Personal führt, Dienstleistungen erbringt oder den täglichen Betrieb leitet, kann zusätzliche Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen benötigen.
Neben einer Abschiebung können Einträge in die sogenannte Blacklist folgen. Betroffene dürfen dann je nach Entscheidung der Behörde für einen bestimmten Zeitraum oder dauerhaft nicht wieder auf die Philippinen einreisen.
Für Ausländer, die länger im Land bleiben oder dort arbeiten wollen, ist deshalb entscheidend, Aufenthaltsverlängerungen, Arbeitserlaubnis und Visum rechtzeitig aufeinander abzustimmen. Eine Firmenregistrierung allein ersetzt keinen persönlichen legalen Arbeits- und Aufenthaltsstatus. – Quelle: Bureau of Immigration / RM







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