MANILA – Die Philippinen bleiben das weltweit wichtigste Herkunftsland von Seeleuten für die internationale Handelsschifffahrt. – klajoo.com – Nach dem neuen Seafarer Workforce Report 2026 von BIMCO und der International Chamber of Shipping stellen die Philippinen dem globalen Arbeitsmarkt schätzungsweise 203.179 Schiffsoffiziere und 256.968 weitere Besatzungsmitglieder zur Verfügung.
Zu den Schiffsoffizieren gehören unter anderem Kapitäne, nautische Offiziere und technische Offiziere. Die im Bericht als „ratings“ bezeichnete zweite Gruppe umfasst das nichtoffizierliche Bordpersonal in Decks-, Maschinen- und weiteren Arbeitsbereichen.
Mit zusammen mehr als 460.000 erfassten Seeleuten liegen die Philippinen nach den veröffentlichten Angaben vor anderen großen Herkunftsländern wie Indien, China, Russland und Indonesien.
Der Bericht schätzt, dass gegenwärtig weltweit rund 2,57 Millionen Seeleute auf 85.148 Handelsschiffen beschäftigt sind. Für 2026 wird ein Mangel von etwa 39.100 nach den internationalen STCW-Standards qualifizierten Offizieren erwartet. Gleichzeitig besteht rechnerisch ein Überschuss von rund 56.890 nichtoffizierlichen Besatzungsmitgliedern.
Bis 2030 könnte die internationale Schifffahrt zusätzlich 113.735 Offiziere benötigen. Um den Bedarf zu decken, müssten nach Berechnungen des Berichts jährlich rund 22.700 weitere Offiziere und etwa 8.500 Besatzungsmitglieder in den Beruf eintreten.
Der wachsende Bedarf bedeutet für die Philippinen weiterhin große Beschäftigungschancen. Er erhöht aber zugleich den Druck, maritime Ausbildung, Zertifizierung und Arbeitsbedingungen weiterzuentwickeln.
Gefragt sind zunehmend Kenntnisse für digitalisierte Schiffe, strengere Umweltvorgaben und neue Treibstoffe.
Die Maritime Industry Authority (MARINA) hat wiederholt betont, dass die internationale Stellung philippinischer Seeleute nur durch hochwertige Ausbildung, verlässliche Prüfungen und den Schutz ihrer Rechte erhalten werden kann. – Quelle: BIMCO / International Chamber of Shipping / MARINA / RM







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