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Manila

DOST untersucht Bambus als möglichen Biomasse-Brennstoff

MANILA – Forscher des Department of Science and Technology haben untersucht, wie sich philippinischer Riesenbambus als möglicher Biomasse-Brennstoff verhält. – klajoo.com – Im Mittelpunkt standen roher und karbonisierter Bambus der Art Dendrocalamus asper.

Die Studie wurde vom Forest Products Research and Development Institute des Department of Science and Technology durchgeführt. Sie untersuchte, wie sich Bambus bei Hitze und Verbrennung verhält und wie sich eine Karbonisierung auf Zusammensetzung, Stabilität, Abbauverhalten und Energiegehalt auswirkt.

Karbonisierung bedeutet, dass organisches Material unter kontrollierten Bedingungen erhitzt wird, wodurch ein kohlenstoffreicheres Material entsteht. Bei Bambus kann daraus ein Brennstoff entstehen, der sich anders verhält als unbehandeltes Rohmaterial.

Nach Angaben der Philippine Information Agency zeigte die Studie deutliche Unterschiede zwischen rohem und karbonisiertem Bambus. Roher Bambus zerfällt und verbrennt leichter. Karbonisierter Bambus ist dagegen hitzebeständiger, benötigt höhere Temperaturen zum Entzünden und zeigt einen kontrollierteren Verbrennungsprozess.

Die Forscher leiteten daraus unterschiedliche mögliche Anwendungen ab. Roher Bambus könnte für Verfahren geeignet sein, bei denen schnelle Energiefreisetzung wichtig ist, etwa schnelle Pyrolyse. Karbonisierter Bambus könnte eher für Anwendungen geeignet sein, bei denen stabile feste Brennstoffe gefragt sind, etwa Holzkohle-ähnliche Energiesysteme.

DOST-Vertreter sehen in solchen Studien eine Grundlage für künftige Innovationen im Bereich erneuerbarer Energie. Je genauer die thermischen Eigenschaften von Bambus bekannt sind, desto besser können Biomasse-Energiesysteme geplant und optimiert werden.

Für die Philippinen ist Bambus ein naheliegender Rohstoff. Er wächst schnell, ist lokal verfügbar und wird bereits in verschiedenen Bereichen genutzt. Als Energierohstoff könnte er eine zusätzliche Rolle spielen, wenn Verarbeitung, Nachhaltigkeit, Kosten und Emissionen tragfähig sind.

Die Studie wurde in Advances in Bamboo Science veröffentlicht, einer internationalen Fachzeitschrift von Elsevier, die in der SCImago-Journal-Rank-Wertung als Q1-Journal eingestuft ist. Die Veröffentlichung zeigt, dass philippinische Forschung zu lokalen Rohstoffen auch international wissenschaftlich anschlussfähig ist.

Noch ist aus der Studie kein fertiges Energieprogramm abzuleiten. Sie liefert aber Grundlagenwissen für die Frage, wie Bambus künftig in nachhaltigen Biomasse-Anwendungen genutzt werden könnte. – Quelle: PIA/DOST-FPRDI, Advances in Bamboo Science / RM

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