MANILA – Der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen den USA und Iran wirkt sich weiter auf internationale Flugverbindungen aus. – klajoo.com – Für Reisende von und auf die Philippinen betrifft das vor allem Verbindungen über den Nahen Osten sowie Anschlussflüge über große Drehkreuze wie Dubai, Doha, Abu Dhabi, Riad oder Jeddah.
Die europäische Flugsicherheitsagentur EASA empfiehlt Airlines weiterhin, die Lufträume von Iran, Irak und Libanon zu meiden. Die aktuelle Warnung gilt nach Angaben von Reuters bis zum 31. August 2026. Frühere Hinweise für andere Staaten der Region wurden zwar teilweise zurückgezogen, die Lage bleibt aber wegen der anhaltenden Spannungen unsicher.
Für Passagiere bedeutet das nicht automatisch, dass alle Flüge gestrichen werden. In vielen Fällen reagieren Airlines mit Umleitungen, längeren Flugzeiten, geänderten Umläufen oder angepassten Flugplänen. Solche Änderungen können Anschlussflüge gefährden, besonders wenn Umsteigezeiten knapp geplant sind.
Philippinische Airlines haben bereits auf die Lage reagiert. Cebu Pacific hatte temporäre Netzwerkänderungen angekündigt, darunter Frequenzreduzierungen und Streckenstreichungen. Die Airline begründete dies mit der Lage im Nahen Osten und stark gestiegenen Treibstoffkosten. Betroffen waren unter anderem mehrere internationale Routen von Manila, Cebu, Davao, Iloilo und Clark.
Bei Cebu Pacific zeigt sich, wie schnell sich Flugpläne ändern können. Die Verbindung Manila–Dubai war zwischenzeitlich ausgesetzt und wurde später wieder aufgenommen. Nach aktuellem Stand wird sie seit dem 2. Juli 2026 wieder viermal wöchentlich bedient. Reisende sollten daraus aber keine Entwarnung ableiten: Bei anhaltenden Spannungen im Nahen Osten können auch wieder aufgenommene Verbindungen kurzfristig angepasst, verspätet oder erneut ausgesetzt werden.
Auch Philippine Airlines führt ihr Nahost-Angebot nur schrittweise und unter Vorbehalt der weiteren Lageentwicklung zurück. Manila–Doha wurde zum 1. Juli 2026 wieder aufgenommen. Die direkte Verbindung Manila–Dubai soll nach aktueller Planung erst am 2. Oktober 2026 zurückkehren. Reisende sollten diese Daten nicht als Entwarnung verstehen, sondern vor jeder Reise den konkreten Flugstatus prüfen.
Auch internationale Airlines reagieren unterschiedlich. Während einige Fluggesellschaften bestimmte Verbindungen in die Region wieder aufnehmen, halten andere ihre Flüge nach Dubai, Doha, Riad, Dammam, Beirut oder Tel Aviv weiter ausgesetzt oder verschieben die Wiederaufnahme. Dadurch können auch Reisende von den Philippinen betroffen sein, wenn ihre Reise über ein internationales Drehkreuz oder mit einer Partnerairline erfolgt.
Besonders aufmerksam sollten Reisende sein, die von den Philippinen nach Europa, in die Golfstaaten oder weiter nach Nordamerika fliegen und dabei über den Nahen Osten umsteigen. Auch wenn der erste Flug ab Manila, Cebu oder Clark stattfindet, kann der Anschlussflug im Ausland betroffen sein.
Reisende sollten deshalb vor der Fahrt zum Flughafen die konkrete Flugnummer prüfen, nicht nur die allgemeine Route. Wichtig sind die Airline-App, die Buchungs-E-Mail, der Flugstatus auf der Website der Airline und gegebenenfalls Hinweise des Flughafens. Bei knappen Umsteigezeiten sollte geprüft werden, ob die Verbindung noch realistisch erreichbar ist.
Bei Flugstreichungen oder größeren Änderungen sollten Passagiere direkt über die Buchungsstelle oder Airline klären, ob Umbuchung, Erstattung, alternative Route oder Hotelunterbringung möglich sind. Die jeweiligen Rechte hängen von Airline, Ticketart, Route und anwendbarem Recht ab. – Quelle: Reuters, EASA / RM







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