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Mindanao

Künstliche Flussblockade nach Erdbeben bedroht Gemeinden in Davao Occidental

MINDANAO – Nach dem schweren Mindanao-Erdbeben Anfang Juni bereiten den Behörden in Davao Occidental künstliche Flussblockaden Sorge. – klajoo.com – In der Gemeinde Jose Abad Santos haben Erdrutsche große Mengen Erde, Felsbrocken und Geröll in Flussläufe und Bäche geschoben. Dadurch hat sich nach Angaben des Office of Civil Defense in der Davao Region eine gefährliche Aufstauung gebildet.

Die Blockade entstand nach dem Erdbeben der Stärke 7,8, das Mindanao Anfang Juni erschütterte. Durch Hangrutsche gelangte so viel Material in lokale Wasserläufe, dass sich Wasser dahinter sammeln konnte. Sollte dieses Wasser plötzlich überlaufen oder die Blockade brechen, könnten tiefer gelegene Gemeinden gefährdet sein.

OCD-Davao nannte drei mögliche Maßnahmen, um die Lage zu entschärfen. Geprüft werden taktische Sprengungen, um das blockierende Material aufzubrechen, manuelle Grabungen seitlicher Entwässerungskanäle an Stellen, an denen schweres Gerät nicht eingesetzt werden kann, sowie der Einbau eines Siphonsystems mit Polyethylen-Rohren, um das angestaute Wasser kontrolliert abzuleiten.

Die Optionen sollen nun von der Provinzregierung Davao Occidental und der Gemeindeverwaltung von Jose Abad Santos vor Ort bewertet werden.

Nach Angaben des OCD hat die Gemeinde Jose Abad Santos für betroffene Gebiete bereits eine vorbeugende Evakuierung angeordnet. Laut der Behörde befanden sich mit Stand Sonntagabend keine Menschen mehr unmittelbar in dem gefährdeten Bereich.

Das Department of Social Welfare and Development will das Problem außerdem mit dem Department of Public Works and Highways abstimmen. Sozialminister Rex Gatchalian erklärte bei einem Besuch in Malita, er werde die Angelegenheit mit DPWH-Secretary Vince Dizon besprechen. – Quelle: PIA/RM

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