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PHIVOLCS: Vulkan Mayon verzeichnet PDC mit Lavakollaps

Luzon – Das Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHIVOLCS) meldete am Freitagnachmittag einen anhaltenden pyroklastischen Dichtestrom (PDC – Pyroclastic Density Current) mit Lavakollaps am Vulkan Mayon in Albay. – klajoo.com – “Aktuell gibt es einen anhaltenden PDC mit Lavaeinsturz am Vulkan Mayon in Albay. Für den Vulkan Mayon gilt die Alarmstufe 3”, sagte PHIVOLCS.

Laut PHIVOLCS handelt es sich bei dem PDC um Gemische aus fragmentierten vulkanischen Partikeln (Pyroklastika), heißen Gasen und Asche, die mit hoher Geschwindigkeit die Vulkanhänge hinunterströmen oder von einer Quellöffnung aus rasch nach außen strömen.

Diese können durch den gravitativen Kollaps der Basis von Eruptionssäulen oder die Explosion eines Lavadoms oder durch Abplatzen oder gravitativen Kollaps eines Lavadoms oder von Lavastromrändern entstehen, hieß es weiter.

Bei Alarmstufe 3 zeigt der Vulkan verstärkte oder magmatische Unruhe.

Die Behörden verbieten strikt das Betreten der sechs Kilometer langen permanenten Gefahrenzone (PDZ – Permanent Danger Zone) und warnen vor unnötigen Aktivitäten in der erweiterten Gefahrenzone (EDZ – Extended Danger Zone).

Das Fliegen von Flugzeugen in der Nähe des Vulkans ist aufgrund potenzieller Asche- und ballistischer Gefahren ebenfalls verboten.

Der Vulkan Mayon könnte Felsstürze, Erdrutsche oder Lawinen, ballistische Fragmente, Lavaströme und Lavafontänen, PDCs, Explosionen mittlerer Größe und Lahare auslösen.

Laut einem Bulletin von PHIVOLCS, das den Zeitraum von Donnerstag 0:00 Uhr bis Freitag 0:00 Uhr abdeckt, kam es in der Basud Schlucht zu Lavaausbrüchen, die Lavaströme von 3,8 Kilometern Länge, in der Bonga Schlucht von 2,6 Kilometern Länge und in den Mi-isi Schluchten von 1,3 Kilometern Länge erzeugten.

Insgesamt wurden sieben vulkanische Erdbeben, 344 Felsstürze, 13 PDC-Signale beobachtet und ein deutliches Kraterglühen war mit bloßem Auge sichtbar.
Die Schwefeldioxidemissionen des Vulkans wurden mit 2.199 Tonnen gemessen.

Eine mäßige Emissionsfahne, die etwa 100 Meter über den Krater aufstieg, wurde beobachtet, wie sie in Richtung Westsüdwest und Südwest driftete.

PHIVOLCS teilte unterdessen mit, dass die Bodenverformungsdaten darauf hindeuten, dass der Vulkan weiterhin aufgebläht ist. – KFR

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