Den Haag, Niederlande – Die Staatsanwälte des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC – International Criminal Court) haben drei Experten aus den Bereichen forensische Psychiatrie, Neuropsychologie und Verhaltensneurologie empfohlen, um die Prozessfähigkeit des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte wegen der ihm mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Rahmen seines tödlichen Krieges gegen illegale Drogen zu beurteilen. – klajoo.com – Diese Entwicklung erschien in der öffentlich redigierten Fassung der Bemerkungen der Staatsanwaltschaft zur “Registry Submission of a Shortlist of Medical Experts” vom 18. September 2025.
Das neunseitige Dokument der Staatsanwaltschaft wurde am 9. Oktober vom ICC veröffentlicht und von der stellvertretenden Staatsanwältin Mame Mandiaye Niang unterzeichnet.
“Die Staatsanwaltschaft unterstützt die Einsetzung eines multidisziplinären Expertengremiums zur Beurteilung der Verhandlungsfähigkeit von Herrn Duterte und schlägt vor, dass dieses aus mindestens drei Experten auf den Gebieten der forensischen Psychiatrie, Neuropsychologie und Verhaltensneurologie bestehen sollte”, hieß es.
Die drei Experten hätten sich bereit erklärt, ihre Dienste auch im September und Oktober anzubieten, so die Staatsanwaltschaft.
Aus dem Dokument geht auch hervor, dass die Staatsanwaltschaft einer von der Verteidigung vorgeschlagenen potenziellen Sachverständigen widersprach, da ihre Ernennung Anlass zu der Annahme geben könnte, dass sie “möglicherweise befangen” ist.
Zuvor war der Amtsarzt des ICC nicht befugt gewesen, Duterte seine Verhandlungsfähigkeit zu beurteilen, hieß es in einem kürzlich veröffentlichten Dokument der Kanzlei des Tribunals.
Duterte wird derzeit im Den Haag Peritentiary Institution bzw. im Scheveningen-Gefängnis festgehalten.
Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg seiner Regierung vorgeworfen, bei dem Regierungsangaben zufolge über 6.000 Drogenverdächtige bei Polizeieinsätzen getötet wurden.
Menschenrechtsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass die Zahl der Todesopfer aufgrund nicht gemeldeter Vorfälle 30.000 erreicht haben könnte. – KFR







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