Startseite » Neue Risiken durch Klimawandel
Allgemein

Neue Risiken durch Klimawandel

Bochum, Deutschland – Welche Weltregionen sind durch Naturkatastrophen gefährdet? In welchem Land ist das Risiko besonders hoch? – klajoo.com – Wo lebt es sich am sichersten?

Um diese Fragen zu beantworten, haben das Bündnis “Entwicklung Hilft” und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum das Katastrophenrisiko von 193 Ländern analysiert und dabei sowohl die Naturgefahren wie die Verwundbarkeit der Gesellschaft untersucht.

Der Weltrisikobericht sieht vor allem für Asien und Amerika ein hohes Risiko für Katastrophen. Ein Grund seien die Folgen des Klimawandels. Besonders groß sind demnach die Risiken für die Philippinen, Indien und Indonesien.

Die im jährlichen Weltrisikobericht zusammengefassten Ergebnisse zeigen, dass die Philippinen, Indien und Indonesien die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind. Das niedrigste Risiko, von einer Katastrophe heimgesucht zu werden, haben dem Bericht zufolge die Bewohner des Stadtstaats Monaco, gefolgt von Andorra und San Marino.

Deutschland liegt mit Platz 101 im Mittelfeld und damit nicht mehr wie in den vergangenen Jahren im hinteren Bereich, der eine geringere Gefährdung ausweist. Die höhere Risikobewertung für Deutschland sei auch einer geänderten Berechnungsmethode des Index geschuldet. Der Bevölkerungsdichte in gefährdeten Regionen werde nun mehr Gewicht zugemessen als in vorangegangenen Studien. In Deutschland seien vor allem Gebiete mit Überschwemmungsrisiko dicht besiedelt.

“Der Klimawandel hat auch auf die Risikoeinschätzung massive Auswirkungen. Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren nehmen gravierend zu”, erklärte Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnisses.

Insgesamt sollen Länder mit unterschiedlich großer Bevölkerung besser vergleichbar sein als in den Jahren zuvor. Europa hat im globalen Vergleich das mit Abstand niedrigste Risiko. Ein besonders großes Risiko für Natur- und Klimakatastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben, Dürren oder Überschwemmungen, haben demnach China, Mexiko und Japan.


Der Bericht fordert einen Ausbau der digitalen Katastrophenvorsorge, so Mücke, der sagt: “Digitale Daten und Systeme erweitern die Bandbreite des Möglichen für Behörden und Hilfsorganisationen im Katastrophenfall.”

Die Autoren des Berichts fordern außerdem, dass die Ungleichheit zwischen globalem Norden und Süden behoben werden müsse, die zu einer “Digital Divide” auch bei der Katastrophenvorsorge führe. – Tagesschau/RM

Add Comment

Click here to post a comment